Bachschwinde und Höhle am Ankenberg im Biosphärenreservat "Karstlandschaft Südharz"

Fotodokumentation

von Bernd Ohlendorf

In der Sulfatkarstlandschaft kann die Hydrologie sehr dynamische geomorphologische Prozesse auslösen. Mit dem ausgehenden Winter 2006/07 kam es zu einer Bruchsituation und damit zur Höhlenneubildung am alten Bachbett zur Ankenbergschwinde. Die eigentliche Schwinde liegt jetzt trocken. Die Teilnehmer des Karst-Camps 2007 konnten sich von der Dynamik des Karstes ein Bild machen. Durch das Hochwasser vom 29.09.2007 wurde der Höhleneingang völlig freigelegt. An diesem Tag regnete es bei Annarode (15 km nordöstlich) 84 Liter Wasser pro mē! Die Besiedlung der Höhle mit Leben erfolgte umgehend und wird fortschreitend dokumentiert.

10.03.200702.06.2007


Hochwasser am 29.09.2007


Alte Bachschwinde vor dem 05.12.2007 unter der Südwand, Aufnahme vom 10.03.2007


Neue Bachschwinde und mit Höhle, 22.10.2007

Das Bachbett zur Höhle wurde um 1,2 m tiefer gelegt. Auf Höhe des Höhlenmundes mit dem neuen Bachbett zur Höhle liegt das neue Bachbett 2 m tiefer.
Blau das alte Bachbett, rot der Verbruch


Vermessen des alten Bachbetts zur Schwinde unter der Südwand, 22.10.2007.
Hier wurden am 29.08.2007 unter anderem. zwei juvenile Nymphenfledermäuse
Myotis alcathoe (1 Männchen 3,8 g und 1 Weibchen 4,2 g) gefangen.


Aus der Ankenberghöhle am 22.10.2007 fotografiert.
Der Höhleneingang fällt über eine Felsbruchkante ca. 3 m tiefer. Der Bach stürzt an einem im Verbruch steckenden Block in die Tiefe. Die Höhlensohle ist mit Sedimenten aufgefüllt und trocken. Die vorläufige Höhlenausdehnung beträgt ca. 13 m.


Am 23.10.2007 wurden zwei Fransenfledermäuse Myotis nattereri
aus der Höhle kommend gefangen.