Fotos von quartärgeologischen Nutsondierungen im Nußteich-Polje

Hier in der Senke des Nußteiches bei Nüxei finden sich mehrere Meter mächtige Sande und Kiese, die die unmittelbar am oberen Rand der Senke vorbeifließende und ca. 9 m höher liegende Steina in der jüngsten geologischen Vergangenheit, wohl auch noch in der Gegenwart, in die Senke bei Hochwasser spült.

Der erste Bohrmeter mit einer etwas dickeren Nutsonde wird mit einem ca. 5 kg schweren Kunststoffhammer vorsichtig eingetrieben. Vor dem Bohren sollte man sich vergewissern, daß keinerlei Leitungen ( Strom, Gas, Wasser, Telefon, Natokabel ) im Boden vorhanden sind.

Mit einem ca. 25 kg schweren Motorhammer wird ein meterweise verlängerbares Gestänge in den Boden schlagend, nicht drehend, getrieben.

Dessen 2 m lange Spitze ist eine offene Nut, in der sich der jeweilig erbohrte Bodenhorizont fängt.

Das Gestänge wird dann nach jeweils 2 m Bohrfortschritt über ein Hebelgerät mit Kugelklemme gezogen.

Je nach Bodenfestigkeit können zwischen 3 und 15 m Teufe erreicht werden.

Der in der Nut der "Spitze" gefangene Boden kann nach dem Ziehen von anhaftenden Dreck gereinigt und sodann, wie die Geologen sagen, "angesprochen" werden. Gemeint ist, der Boden wird schichtenweise von oben nach unten betrachtet, mit etwas Salzsäure auf eventuellen Kalkgehalt getestet, zwischen den Fingern zur Feststellung der Korngröße gerieben und im Protokollheft notiert: Kornaufbau, Festigkeit, Nebengemengteile wie z.B. Humus oder Torf, Geruch, Farbe, Wassergehalt u.a.


Die Aufnahmen entstanden im Juli 1993 im Rahmen eines Studienprojektes
der Universität Hannover, Institut für Geographie.