Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


71. Brücken, Burgreste (Wasserburg) in Anlage des 16. Jh. Brücken, Kr. Sangerhausen, Bez. Halle (Merseburg).

Name: Brücken, Schloß, Gut III.

Meßtischblatt: 2601/4533 Sangerhausen; S 21,1; W 8,1.

Allgemeine Lage: Helmeniederung zwischen südlichen Vorharzrandbergen und Kyffhäuser (Nabelgau).

Örtliche Lage: 135 m NN in ebenem Gelände des Gutes III. im Nordwesten des Dorfes nahe der Helme; Mühlgraben.

Baugrund: Diluvialer Lehm und Schotter über Unterem Buntsandstein.

Baumaterial: Sandstein (Geb. des 16. Jh.).

Beschreibung: Burgcharakter durch Renaissance-Schloßbauten des frühen 16. Jh. verwischt. Von der einstigen Wasserburg nur noch Grabenrest im Garten südlich des alten Wohnhauses (Grimm). Letzteres (Schloßbau) nach 1500. Auf Ostseite Erker (Kapelle), Spitzbogentür mit Stabwerk, Kreuzgewölbe im Erdgeschoß. Obergeschoß durch Umbauten verändert.

Geschichte: Burg urkundlich nicht besonders erwähnt. Anfang 9. Jh. der Ort genannt „Trizebruccun“; 1227 Ulrich v. Brucge; 1294 „Maroldus castellanus noster in Brucken“. Anhaltinischer Besitz; 1338 v. Beichlingen-Rothenburg, seit 1501 v. Wertheren.

Lit. u. Abb.: Dob. Reg. I Nr. 70, Dob. Reg. II Nr. 2478, CDA II Nr. 769, B.u.KDm Prov. Sachsen V S. 20 f., Fig.19 Ansicht der Tür; Grimm, 1958 Nr. 558 u. K. Abb. 42, Schmidt, 1906 S. 5 ff.; Tillmann, S. 123.