Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


151. Grillenburg-Wolfsgrube, Burgwall (Schanze). Grillenberg (Obersdorf), Kr. Sangerhausen, Bez. Halle (Merseburg).

Name: Wolfsgrube, Wolfsgraben.

Meßtischblatt: 2528/4433 Wippra; S 16,0; O 4,5.

Allgemeine Lage: Ostharzrand gegen die Sangerhäuser Mulde (Friesenfeld).

Örtliche Lage: 320 m NN auf Ost-West verlaufendem Bergrücken, auf dessen westlichem Ende die Grillenburg steht, 100 m von dieser entfernt, 0,3 km östlich Dorf Grillenberg.

Baugrund: Rote Letten mit Konglomerat, Mansfelder Schichten des Karbon.

Beschreibung: Kleine viereckige Wallanlage, etwa 20X20 m, von Graben umgeben; nach Osten gegen die Hochfläche außerdem vorgelegter, etwa 50 m langer Abschnittswall mit Graben.

Geschichte: Es handelt sich bei dem Schanzwerk nicht um einen Wolfsgarten (Fanggrube), sondern einwandfrei um eine Befestigung, vielleicht entstanden bei der Belagerung der Grillenburg durch Mansfeld in der Halberstädter Stiftsfehde (1362). Fraglich, ob für Angreifer oder Verteidiger. Ersteres anzunehmen (vgl. das Vorhandensein ähnlicher Schanzen um die Harliburg; vgl. dort).

Lit. u. Abb.: Allmann, Das Thüringer Fähnlein 10 1941 S. 207; Grimm, 1930 S. 124 u. K.; Grimm, 1958 Nr. 579 u. K. Abb. 42; Götze-Höfer-Zschiesche, 1909 S. 138; Schmidt, 1912 S. 119; Schmidt, 1927 S. 48; Wäscher, 1962 S. 104 unten u. Abb. 313 Gr. mitsamt Grillenburg.