Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


9. Allzunah-Burgwälle, Friedenland. Burgwall. Herrmannsacker, Staatsforst (Roßla), Kr. Nordhausen (Sangerhausen), Bez. Erfurt (Merseburg).

Name: Friedenland, Friedland, Fredeland.

Meßtischblatt: 2526/4431 Stolberg; N 11,5; W 14,6.

Allgemeine Lage: Südharzrand zwischen Ilfeld und Stolberg (Helmegau).

Örtliche Lage: 460 m NN auf isolierter Bergkuppe über dem Krebsbachtal (290 m NN), 1,5 km nordnordöstlich Herrmannsacker, 250 m östlich der Bergkuppe „Allzunah“, zu deren Burgengruppe sie gehört (vgl. dort).

Baugrund: Glimmermelaphyr des Unteren Rotliegenden.

Beschreibung: Burgplatz oval mit Spitze nach Süden, an seinem Nordende Turmhügel (?) mit Graben und Vorwall; um die ganze Anlage, mit Ausnahme der steilen Ostflanke, tiefer Graben mit Vorwall. Gesamtausdehnung 40X70 m.

Geschichte: 1271 nur als Holzung genannt: „ligna montis qui dicitur Vredelant“, sonst keine Nachrichten. Umfang und Form nach als kleiner mittelalterlicher Burgstall anzusprechen. Bildet mit den Befestigungen auf „Allzunah“, Schadewald, Ebersburg eine Gruppe (vgl. dort).

Lit. u. Abb.: CDA II Nr.393; Meyer, Die Ebersburg, Nordhausen o. J. S.12, 13; Meyer/Rackwitz, S.87, dazu Gr. auf Kartenrand; v. Oppermann, Schuchhardt, Atl. Taf. XXIII Gr., Schnitte.