Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


219. Iberg-Warttürme, verschwundene Warten. Herrmannsacker Kr. Nordhausen (Sangerhausen), Bez. Erfurt (Merseburg). Name: Iberg-Warttürme, Alte Landwehr.

Meßtischblatt: 2526/4431 Stolberg; etwa S 16,0; W 19,5.

Allgemeine Lage: Südlicher Vorharz zwischen Harzrand und Gipsgebirge Alter Stolberg (Helmegau).

Örtliche Lage: An nicht mehr genau zu bestimmenden Stellen, 240-260 m NN, auf dem Iberg und in dessen Nachbarschaft, 2 km südöstlich von Herrmannsacker.

Baugrund: (Iberg) Tonschiefer des Oberen Unterdevon mit Grauwacken und Kalkeinlagerungen.

Beschreibung: Nach Karl Meyer zog sich vom Ende des Wetzeltales im Ebersburgforst eine alte Landwehr bis zum Alten Stolberg, dem Lauf des Krebsbaches (von Meyer Thyra genannt) folgend. Drei Warttürme: Nr. 1 nordwestlich des Iberges; Nr.2 auf dem Iberg. Diese Warte stand noch bis gegen 1870, nach Meyer wurde hier ein Wegegeld erhoben. Nr.3 stand am Krebsbach, vermutlich zwischen Iberg und Altem Stolberg. Von keinem der drei Warttürme sind zur Zeit Spuren feststellbar.

Geschichte: Alte Straße als Querverbindung zwischen dem Königsstieg im Westen und dem Stolberger Tal im Osten und Grenzgebiet Stolberg-Thüringen-Hohnstein-Nordhausen-Anhalt machten den Durchgang wichtig (vgl. Ebersburg, Schadewald, Allzunah).

Lit. u. Abb.: Meyer, ZHV 4 1871 S. 263; Meyer/Rackwitz, Der Helmegau Hist. K.