Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


52. Bielstein, Burgstelle (?). Ilfeld-Forst Huftal, Kr. Nordhausen (Ilfeld), Bez. Erfurt (Hildesheim).

Name: Großer Bielstein, Bielstein.

Meßtischblatt: 2525/4430 Nordhausen; N 5,6; O 5,6.

Allgemeine Lage: Südharzrand, Mündung Behretal (Helmegau).

Örtliche Lage: 465 m NN auf steiler Klippe über dem Gottestal, 1,7 km östl. Ilfeld.

Baugrund: Porphyrit des Rotliegenden.

Beschreibung: Zweigezackte, turmförmige Klippe, Großer Bielstein genannt, pfeilerartig aus dem Hang vorspringend und durch eine offenbar natürliche Scharte gespalten, so daß zwei Gipfel entstehen. Der Vordergipfel mit 30 m Absturz gegen das Tal ist nur kletternd zu erreichen. Der breitere, leicht erreichbare Hintergipfel ist vom Bergmassiv durch eine dem Befund nach vielleicht künstliche Schlucht (Halsgraben?) abgetrennt. Die außergewöhnliche Verwitterung des Gesteins erschwert eine sichere Beurteilung.

Geschichte: Für die Mitte des 12. Jhs. Adel v. Bielstein bezeugt für das llfelder Gebiet. 1155 erbaut Edelgerus V. Bielstein die Ilburg, nennt sich danach v. Ilfeld (vgl. Ilfeld).

Lit.: Meyer, ZHV 4 1871 S. 287; Tillmann, S.1295 (nach Stolberg).