Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


169. Harzburg bei Ilfeld, Große Harzburg, Burgreste. Ilfeld, Forst Rothesütte, Kr. Nordhausen (Ilfeld), Bez. Erfurt (Hildesheim).

Name: Große Harzburg, Ilfelder Harzburg.

Meßtischblatt: 2525/4430 Nordhausen-Nord; N 4,4; O 20,5.

Allgemeine Lage: Südharzrand zwischen Zorge und Bere (Helmegau).

Örtliche Lage: 412 m NN auf vorgeschobenem Bergkegel, 2 km westnordwestlich Ilfeld, durch flachen Sattel von der 0,3 km westlich gelegenen Harzburg getrennt (vgl. dort).

Baugrund: Porphyrit des Rotliegenden.

Beschreibung: Kleiner rechteckiger Burgplatz auf künstlich geebneter Felsplatte, südlich einschneidende, aus dem Fels geschlagene Einbuchtung, nördlich vorgelegte breite Terrasse mit Vertiefung (Zisterne?). Um das Ganze Ringgraben mit Vorwall. Gesamtausdehnung 83X53 m. Östlich, tiefer im Abfall des Bergrückens, noch zwei kleine Außenterrassen. Keine Mauerreste.

Geschichte: Der Anlage nach, trotz Fehlens sichtbarer Mauerreste, als kleine mittelalterliche Burg anzusprechen. 1242 genannt, auf Karte des Amtes Hohnstein 1590 eingetragen (Meyer).

Funde: Nach Schuchhardt „Urnenscherben“ und Tongefäße mit Knochenasche.

Lit. u. Abb.: Meyer, ZHV 4 1871 S. 288; Meyer/Rackwitz, Der Helmegau S. 87 Gr., schematisch evtl. Kleine Harzburg? auf Hist. K.; Schuchhardt/v. Oppermann, Atl.1888/1916 Text Abs. 169, Schnitte u. Gr. Taf. XXI (im Gr. die Lage der Großen und Kleinen Harzburg irrtümlich vertauscht; vgl. dort); Tillmann, S. 361.