Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


254. Kohnstein bei Salza, Lindenkopf. Salza, Kr. Nordhausen (Grafschaft Hohenstein), Bez. Erfurt.

Name: Lindenkopf, Kohnstein.

Meßtischblatt: 2525/4430 Nordhausen-Nord; S 17,7; O 21,8.

Allgemeine Lage: Südlicher Vorharz, Zechsteingürtel, Zorgegebiet (Helmegau).

Örtliche Lage: 340 m NN nahe des Gipfels des Lindenkopfes (348 m NN), der höchsten Erhebung des Kohnsteins, 2,3 km nördlich Salza.

Baugrund: Zechstein-Hauptdolomit.

Beschreibung: Der Burgwall bildet mitsamt demjenigen auf dem Kohnsteinkopf und dem Birkenkopf (vgl. dort) ein zusammengehöriges System und kann als Außenwerk des großen Walles auf dem Kohnsteinkopf betrachtet werden. Der 55 m lange Wall durchschneidet den Bergrücken westlich dessen höchster Kuppe, er verläuft in schwachem S-Bogen und besitzt einen Vorgraben. Südlich gegen den Steilhang ist er nicht durchgeschlagen und unvollendet geblieben, möglicherweise nach Zerstörung der nahen Hauptanlage auf dem Kohnsteinkopf (vgl. dort, Grimm).

Geschichte: Vermutlich gleichaltrig mit dem Hauptwall auf dem Kohnsteinkopf. Späte Bronze-, frühe Eisenzeit (Hallstatt).

Lit. u. Abb.: Grimm, 1938 Bd. XXIX S. 190 mit Gr. u. Schnitten (Stolberg) Abb.7.