Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


311. Numburg-Ostkuppe, Burgreste. Badra, Kr. Sondershausen, Bez. Erfurt (Schwarzburg-Sondershausen, Unterherrschaft).

Name: Numburg.

Meßtischblatt: 2599/4531 Heringen; S 9,9; O 4,4.

Allgemeine Lage: Südrand der Goldenen Aue (Helmeniederung), westlich des Kyffhäusers (Helmegau, Südgrenze gegen Nabelgau).

Örtliche Lage: 277 m NN auf höchster Erhebung eines in Kuppen aufgelösten, nach Norden jäh über Felsen abfallenden Bergkammes. Ebene am Fuß 156 m NN, 1,7 km nordnordöstlich Badra und 0,5 km östlich des Schloßberges (vgl. dort).

Baugrund: Zechstein-Hauptdolomit über Älterem Zechsteingips.

Baumaterial: Gips und Dolomit als hammerrechter Bruchstein in Gipsmörtel.

Beschreibung: Auf der höchsten östlichsten Kuppe des in mehrere Gipfel aufgelösten Numburgkammes die Grundmauern eines quadratischen, ca, 5X5 m messenden Turmes, der den Ausblick nach Osten beherrschte, Entfernung zur Westkuppe 200 m, zum Schloßberg 500 m.

Geschichte: Keine urkundlichen Nachrichten, vgl. sonst unter „Schloßberg“. Bildete mit jenem und der „Westkuppe“ ein System.

Funde: Vgl. unter „Schloßberg“.

Lit.: Vgl. unter Schloßberg; bei Meyer/Rackwitz nicht genannt.