Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


313. Numburg-Westkuppe, Burgwall und Burgreste. Badra, Kr. Sondershausen, Bez. Erfurt (Schwarzburg-Sondershausen, Unterherrschaft).

Name: Numburg.

Meßtischblatt: 2599/4531 Heringen; S 10,2; O 6,0.

Allgemeine Lage: Südrand der Goldenen Aue (Helmeniederung), westlich des Kyffhausers (Helmegau, Südgrenze gegen Nabelgau).

Örtliche Lage: 270 m NN auf westlichster Erhebung eines in Kuppen aufgelösten, nach Norden jäh über Felsen abfallenden Bergkammes. Ebene am Fuß 156 m NN, 1,7 km nordnordöstlich Badra, 300 m östlich des „Schloßberges“ und 200 m westlich der „Ostkuppe“ (vgl. dort).

Baugrund: Zechstein-Hauptdolomit über Älterem Zechsteingips.

Baumaterial: Gips und Dolomit als hammerrechter Bruchstein in Gipsmörtel.

Beschreibung: Die Kuppe beherrscht die gegen den „Schloßberg“ einschneidende Schlucht. Zwei dicht nebeneinander liegende Querwälle mit Vorgräben durchschneiden östlich den zur „Ostkuppe“ hinüberstreichenden Kamm, der innere Wall setzt sich südlich der Kuppe ein Stück fort. In dem durch die Wälle gesicherten kleinen Burgplatz die Grundmauern eines quadratischen, ca. 5X5 m messenden Turmes, analog jenem auf der Ostkuppe.

Geschichte: Keine urkundlichen Nachrichten, vgl. sonst unter „Schloßberg“; bildete mit jenem und mit der „Ostkuppe“ ein System.

Funde: Vgl. unter „Schloßberg“.

Lit. u. Abb.: Vgl. unter „Schloßberg“; Gr. bei Meyer/Radtwitz 1889/90 Der Helmegau.