Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


193. Heinrichsburg bei Neustadt, Burgruine. Neustadt, Kr. Nordhausen (Ilfeld) , Bez. Erfurt (Hildesheim).

Name: Heinrichsburg.

Meßtischblatt: 2526/4431 Stolberg; N 15,5; W 5,2.

Allgemeine Lage: Südharzrand zwischen Ilfeld und Stolberg nördlich Nordhausen (Helmegau).

Örtliche Lage: 355 m NN auf felsigem, nach Westen vorspringendem Bergspom, 1 km östlich Neustadt.

Baugrund: Porphyrit des Unteren Rotliegenden.

Baumaterial: Porphyrit, lagerhaft in Gipsmörtel.

Beschreibung: Langgestreckter Burgplatz, ca. 24X60 m, rechteckig mit abgerundeten Ecken, von 2 m dicker Mantelmauer umgeben. Die Mauer auf der östlichen Schmalseite noch 3 m hoch erhalten, auf Süd- und Westseite in Spuren zu verfolgen, über der als Felswand absinkenden Nordflanke Auflagerspuren im Fels. Östlich durchgeschlagener Halsgraben. Im flachen Südhang vorgelegter Graben mit verwischtem Vorwall. Gesamtausdehnung der ganzen Anlage ca. 40X80 m. Im Innem keine Gebäudespuren, nur eine ausgeschlagene Vertiefung am Westende. 180 m westlich der Burg durchbricht eine Scharte (Halsgraben?) den felsigen Kammverlauf.

Geschichte: Daten unbekannt. Das Vorhandensein des nördlich unter der Burg im Talgraben verlaufenden Königsstieges („Alte Poststraße“) läßt auf frühen Ursprung (karolingisch?) schließen. Einzige Nennung 1344 das „hus zcu dem Heinrichsberge“.

Lit. u. Abb.: UB Nordhausen II Nr.34; Meyer, ZHV 4 1871 S. 285; Tillmann, S. 377; Stolberg, Gr.