Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


212. Hohnsteinwarte, Reste eines Wartturms oder Sperre. Neustadt und Hohnstein, Kr. Nordhausen (Ilfeld), Bez. Erfurt (Hildesheim).

Name: Hohnsteinwarte, Turm vor Burgruine Hohnstein.

Meßtischblatt: 2526/4431 Stolberg; N 12,9; W 2,6.

Allgemeine Lage: Am Südharzrand zwischen Ilfeld und Stolberg (Helmegau).

Örtliche Lage: 360 m NN in flachem Bergsattel, 100 m östlich Burgruine Hohnstein (vgl. dort), 0,7 km nordnordöstlich Neustadt.

Baugrund: Porphyrit des Rotliegenden.

Baumaterial: Porphyrit-Bruchstein in Gipsmörtel.

Beschreibung: Künstlich geebnete Fläche, 11X45 m, im Zuge des hier in einen flachen Sattel auslaufenden Bergrückens. Westlich 7 m breiter Halsgraben, darüber auf der Fläche der Stumpf eines runden Wartturms von 3,6 m Durchmesser. An der Nordostecke Reste einer Umfassungsmauer und Grundmauer eines Gebäudes, 13X18 m. In dessen Südwestecke wohlerhaltener, tonnengewölbter Keller, 4,2X4,7 m i. L., mit Lichtschlitz und Treppenabgang. In Verlängerung des Halsgrabens 25 m südlich in ansteigendem Hang Mauerspuren, durch Wegebau angeschnitten (1916 sichtbar).

Geschichte: Zugehörig zu Burg Hohnstein, als Vorposten oder Wegesperre zu deuten.

Abb.: Stolberg, Gr.