Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


27. Annaröder Schlößchen, Burgreste. Pölsfeld, Forst Annarode, Kr. Sangerhausen, Bez. Halle (Merseburg).

Name: Annaröder Schlößchen, Ritterplätze, 1347 In der Assenburgk.

Meßtischblatt: 2529/4434 Mansfeld; S 14,3; W 12,7.

Allgemeine Lage: Südöstlichste Harzhochfläche (Friesenfeld).

Örtliche Lage: Auf der Südostharzhochfläche in deren Südabfall, 330 m hoch im Jagen 68 unmittelbar westlich der „Kloppgasse“, 2,0 km östlich Pölsfeld, 2,5 km südwestlich Annarode, 1,5 km südöstlich Forstort „Asseburger Holz“.

Baugrund: Sandstein des Oberkarbon.

Baumaterial: Sandstein (?) in Mörtel.

Beschreibung: Kleiner, viereckiger Wall mit vorgelegtem Graben, im Innern Grundmauerreste in Mörtel (Grimm).

Geschichte: 1347 Flurname „In der Assenburgk“, heute südöstlich das „Asseburger Holz“. Die Namen dürften sich auf die nahe, kleine, sonst urkundlich nicht erfaßte Burg beziehen. 1,5 km östlich die Kirchenwüstung Anneroda. Grenzgebiet der alten Herrschaften Sangerhausen und Mansfeld.

Lit. u. Abb.: Grimm, 1958 Nr. 580; Größler, ZHV 8 1875 S. 337; Silberborth, 1940 S. 58; Tillmann, 1958-1961 S. 1287; Größler, B.u.KDm. Prov. Sachsen XVIII Hist. K.