Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


409. Schlößchenkopf, Großer, bei Sangerhausen, ehemaliger Burgwall.

Sangerhausen, Kr. Sangerhausen, Bez. Halle (Merseburg).

Name: Großer Schlößchenkopf auf dem Hohenberg, Schlößchenkopf.

Meßtischblatt: 2601/4533 Sangerhausen; ca. N 3,0; O 16,7.

Allgemeine Lage: Südlicher Vorharzgürtel, Ostflügel über Mündung des Gonna-Tals in die Helmeniederung (Goldene Aue) (Gau Friesenfeld).

Örtliche Lage: 312 m NN auf höchster Spitze eines Bergzuges mit Steilabfall nach Nordwesten und Südwesten, 2 km nordwestlich des Bahnhofs Sangerhausen.

Baugrund: Unterer Buntsandstein.

Beschreibung: Auf dem durch Steinbrüche des 14. und 15. Jhs. stark gestörten Berg sind keine Wallreste mit Sicherheit mehr feststellbar (Grimm).

Funde: Eine eiserne Schmalaxt (11. Jh.?); Jungsteinzeitliche Oberflächenfunde; vorgeschichtliche Scherben (Eisenzeit ?), Lehmbewurf, eiserne Lanzenspitze. Mus. Sangerhausen.

Lit. u. Abb.: Götze-Höfer-Zschiesche, 1909 S. 147; Grimm, 1930 S. 124 u. K.; Grimm, 1958 Nr. 598; Schmidt, 1912 S. 112.