Der Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg schrieb 1968 in seinem Buch
„Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit“


476. Widenburg, Burgwall (?). Steigerthal, Krs. Nordhausen (Ilfeld), Bez. Erfurt (Hildesheim).

Name: Widenburg, Weydenburg, Hohnsdorfer Holz.

Meßtischblatt: 2226/4431 Stolberg; S 11,8; W 3,7.

Allgemeine Lage: Im Zechsteinvorland vor dem Südharz zwischen diesem und der Goldenen Aue (Helmegau).

Örtliche Lage: 270 m NN auf kleinem, gegen Osten durch Schluchten vom Plateau abgeschnürten Bergkopf über dem Roßmannsbach, 1,5 km west-nordwestlich Steigerthal, sogenanntes Hohnsdorfer Holz.

Baugrund: Jüngerer Zechsteingips.

Beschreibung: In den zum Roßmannsbach steil und felsig abfallenden Westhang des Bergkopfes schneidet eine tiefe, grabenförmige Senke ein, die einen Graben mit Vorwall ähnelt und von Meyer auch als solche angesprochen wird. Möglichkeit natürlichen Absinkens des Hanges infolge Auslaugung im Gips (Quelle des Roßmannsbaches). Östlich im Gelände - nach Meyer - undeutlich gewordene Wälle.

Geschichte: 1551 „Widenburgk“ oder „Weydenburgk“ als Holzung genannt, die den Besitznachfolgern des nahen, wüsten Hunsdorfes (Hohnsdorf) vorbehalten bleibt. Hunsdorf seit 1412 wüst. Die der Stelle anhaftende Lokalbezeichnung „Hohnsdorfer Holz“ und die Nähe des alten, von Steigerthal nach Nordhausen leitenden Königsstieges sowie die Geländebeschaffenheit lassen das Vorhandensein der Burg als möglich erscheinen.

Lit.: Stadtarchiv Nordhausen Urkunde 1551; Meyer, ZHV 53 1920 S. 79 f.