GPS-Koordinaten
N 51.6029° E 10.2116°

Der Jahrestag und Anlass zur Errichtung des ersten Wegekreuzes an dieser Stelle ist nicht bekannt. Sicher ist, dass an dieser Stelle sich einmal der „Totenhäuser Graben“ und der „Krebecksgraben“ (heute Ellerbach) vereinigten und dann in die „Suhle“ mündeten. Der Totenhäuser Graben floss vor dem Bau der Eisenbahn (1889) direkt über den heutigen Hof.
An dieser Stelle, vor dem Kreuz, wurde bei Reparaturarbeiten an der Pflasterstraße teilweise eine Gewölbebrücke freigelegt. Somit gibt das Kreuz den genauen Standort der Brücke an.

Brücken und Weggabelungen wurden traditionell für die Errichtung von Kreuzen genutzt. Direkt hinter der Brücke trennte sich der Weg. Die linke Trasse führte an der Wüstung „Marsfelde“ und unterhalb des „Harenberges“ vorbei nach Rollshausen. Diese Straße wurde von den Gieboldehäuser Pfarrern genutzt, um zu ihrer Filiale in Rollshausen zu gelangen.
Der rechte Weg zog sich am Krebecksgraben entlang und führte dann über den „Mehlenberg“ nach Bernshausen. Diesen Weg nahmen die im Flecken Gieboldehausen ansässigen Gerichtspersonen zum Landgericht in Bernshausen.


Die Sandsteine der Sitzgruppe sind Originalsteine aus der Brücke.

Schwere Schäden am Kreuz wurden 2005 festgestellt. Der Rücken der Christusfigur war großflächig weggefault. Ortsheimatpfleger Rexhausen fertigte gemeinsam mit Tischler Markus Gerhardy ein neues Kreuz, ein neuer Christuskörper wurde gekauft und Pfarrer Matthias Kaminski segnete das erneuerte Kreuz.