Rundweg um Oder, Mühlengraben, Pöhlder Wald und Kiesgruben
Hinweis: Die Route ist im Gelände nicht beschildert. Nutzung auf eigene Gefahr!
Start am Gruppenklärwerk an der K9 zwischen Pöhlder Kreisel und Scharzfeld.

  1. ehem. Kiesgrube, aufgefüllt um 1990 und - entsprechend älterer Strukturen - als Erdfallsee renaturiert.
  2. ehem. Kiesgrube, aufgefüllt um 1990 und als Dauergewässer für die Avifauna am Rande des Auewaldes der Oder renaturiert.
  3. Der örtlich Dutzende Meter mächtige Kies der Niederterrasse (Weichselkaltzeit) ist ab ca. 3-4 m Tiefe verlehmt und ab dort grundwasserstauend. Hier, an der NE-Ecke einer ehem. Kiesgrube wurde das Grundwasser als Quelle freigelegt. Im Zuge der Renaturierung wurde ein Bachlauf mit klarem kaltem Wasser bis in den Kiessee ausgeformt.
  4. ehem. Kiesgrube, aufgefüllt um 1990 und als Dauersee mit wechselnden Wasserständen ausgeformt; reiche Avifauna und geschützte Brutflächen.
  5. Ältere Abbauflächen; hier liegt der Grundwasserspiegel bereits tiefer (Karstgebiet), die Abbauflächen sind weitgehend trocken. Ausbildung von artenreichen Magerrasen mit Lebensraum für Insekten, Reptilien und Vögel.
  6. Die Oder hat mit ihrer Aue (Naturschutzgebiet!) wieder naturnahe Strukturen und Biotope ausgebildet, nachdem ihr Lauf seit ca. 100 Jahren durch Kiesabbau und Flussbegradigungen künstlich überformt war.
  7. An der SW-Seite der ehem. Bahnbrücke entstand 2008 ein Erdfall; hier liegt der lösungsfreudige Hauptanhydrit flach unter den Talschottern.
  8. Weitere ältere und jüngere Erdfälle südlich der Oder kennzeichnen das allmähliche oder lineare Absinken des flussbegleitenden Grundwasserstroms durch Gips, Anhydrit und Dolomit nach Süden zur Rhumequelle.
  9. ehem. Kiesgrube, aufgefüllt um 1995 und als Dauersee mit wechselnden Wasserständen ausgeformt; reiche Avifauna und geschützte Brutflächen.
  10. (Vorsichtige!) Querung des Pöhlder Mühlgrabens am Fehlschlag in die Oder. Der im Mittelalter angelegte Graben zeigt kaum Wasserverluste.
  11. Artenreicher Mischwald ohne Grundwasseranschluss auf Kies der Niederterrasse der Oder. Entspr. Nr. 8 zahlreiche Erdfälle aus dem Holozän.
  12. Verschachtelte Großerdfallstruktur. Durch Kiesgewinnung etwas überformt. Ältere Karten weisen noch im Tiefsten ein Gewässer aus.
  13. Wiedensee, Naturdenkmal: Erdfall mit schwankender Grundwasserblänke, ca. 9-10 m Wassertiefe. Südwestlich angrenzend: Brunnen Bad Lauterberg 5 gewinnt aus dem Karst des Pöhlder Beckens Trinkwasser.
  14. Kiesgrube; in Betrieb. Schöner Aufschluss im Geröllspektrum der Oder.
  15. Oberhalb der Einleitung der Kläranlage in die Oder erfolgt die Ableitung des Mühlgrabens (mit Brücke über den Graben). Brücke über die Oder.
F. Vladi 08/2008