Herzberg - Hörden
 
Charakteristik:Rundwanderung
Beste Wanderzeit:April - Oktober
Wegemarkierung:
Gesamtstrecke:ca. 16 km
Wanderdauer:ca. 5 Std.
Ausgangspunkte:Schloss Herzberg
Klinik Herzberg
Kirche Hörden
Tages-Etappe eines mehrtägigen, naturkundlichen Regionalwanderweges (Karstwanderweg) entlang des gesamten Südharzes.
Besonders geeignet für Naturliebhaber, Familien, Gruppen, Hobbygeologen und -botaniker, Geschichts-, Kunst- und Bergbau-Interessierte, naturkundliche Lehrwanderungen und wissenschaftliche Exkursionen.

www.karstwanderweg.de

Höhenprofil bei Wanderung in östliche Richtung

Empfohlener Wanderverlauf:
Diese Tour verbindet den je separat ausgeschilderten nördlichen und den südlichen Ast des Karstwanderwegs. Starten Sie diese Rundwanderung am Vormittag; so können Sie am Ende zur Besichtigung samt Kaffee, Kuchen oder mehr im Schloss einkehren. Die Tour ist in beiden Richtungen attraktiv. Hier ist sie im Uhrzeigersinne beschrieben.
Vom Schlosse geht es oberhalb des Steilhanges über der Sieber, einem der wenigen ungebändigten Harzflüsse, durch lichten Laubwald entlang. Am Abhang bilden sich immer wieder Erdfälle und Erdrutsche, denn unter uns verschwindet das Flusswasser im Gipskarst. Der Nüllberg besteht aus Dolomitgestein; an seinem Fuße führt ein Stichweg zu einer Hochwasser-Bachschwinde. Das Siebertal ist ausgefüllt mit Kiesablagerungen aus der letzten Eiszeit, sie werden hier bei Hörden abgebaut. Oberhalb der Sieberbrücke ist eine weitere Bachschwinde, einige Monate im Jahr ist das Flussbett hier trocken.
Von Hörden führt der Wanderweg an der Kreisstraße entlang unterm Hausberg mit ehemaliger Burgstatt. Hier versiegt Flusswasser unter der Straße, die Absenkungen aufweist. Hinter der Auffahrt zur B 243 geht es ins Lüderholz. Den Wanderer erwartet ein artenreicher Laubwald auf Kiesablagerungen der Großen Steinau. Auch ihr Wasser verschwindet im Untergrund, löst den Gips und zurück bleiben große und kleine, z.T. wassergefüllte Erdfälle, die „Augen des Südharzes“.
Zwischen Mühlenberg und der Klinik Herzberg führt der Weg immer am Waldrand entlang mit schönen Aussichten auf Herzberg, das Siebertal und den weiteren Südharz durch ein Areal ehemaligen Kupferschieferbergbaus; Pingenfelder (Stichweg beachten!) zeugen von diesem Arme Leute-Unterfangen.
Auch die Klinik bietet ein Café (nebst Notaufnahme für Fußkranke :-)). Über den Parkplatz geht es hinab ins Lonautal und zum Lonauer Wasserfall, dem einzigen echten Wasserfall des Westharzes. Von hier führt der letzte Abschnitt durchs Stadtgebiet, aber: romantisch entlang des Mühlgrabens mit zahlreichen Erläuterungstafeln zur Nutzungsgeschichte der Wasserkraft, über den Marktplatz und zum Juessee, dem größten Erdfallsee des ganzen Südharzes mit seinem sommerlichen Freibad. Der weitere Weg führt an der St. Nikolai- und der St. Josef-Kirche entlang - vorbei am ältesten Haus Herzbergs - wieder hinauf zum Welfen-Schloss, wo die Runde endet. Hier warten Einkehr und ein Besuch im Schloss-Museum auf den Wanderer; abends im Rittersaal auch Kulturveranstaltungen (Vorträge, Konzerte, Lesungen…).


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