Walkenried - Himmelreich
 
Charakteristik:Rundwanderung
Beste Wanderzeit:April - Oktober
Wegemarkierung:
Gesamtstrecke:ca. 10 km
Wanderdauer:ca. 4 Std. + Besichtigungen
Ausgangspunkt:Bahnhof
Tages-Etappe eines mehrtägigen, naturkundlichen Regionalwanderweges (Karstwanderweg) entlang des gesamten Südharzes.
Besonders geeignet für Naturliebhaber, Familien, Gruppen, Hobbygeologen und -botaniker, Geschichtsinteressierte, naturkundliche Lehrwanderungen und wissenschaftliche Exkursionen.
 
www.karstwanderweg.de

Empfohlener Wanderverlauf:
Beginnen Sie Ihre Rundwanderung am Bahnhof Walkenried. Zunächst geht es 10 Minuten auf der Ortsstraße bis zum Hotel und Gasthof „Goldener Löwe“ bis zum Torhaus wo der Bezirk des ehemaligen Zisterzienserklosters Walkenried beginnt.
Gehen Sie durch das Torhaus hindurch und weiter bis zu den ehemaligen Klosteranlagen. Heute ist hier ein kulturtouristisches Highlight untergebracht, das Zisterzienser-Museum Kloster Walkenried. Es wurde 2006 als eines der größten und innovativsten Klostermuseen Europas eröffnet. Jenseits der üblichen Vermittlungs-Pfade begeben sich die Besucher hier auf eine faszinierende Zeitreise durch die vollständig erhaltenen Klausurgebäude aus dem 13. Jh., in denen durch akustische und visuelle Inszenierungen Mittelalter und Klosterleben wieder lebendig werden. Im Sommer finden hier die bekannten Walkenrieder Kreuzgangkonzerte statt.
Gehen Sie nun im Uhrzeigersinn um die Klostergebäude und die eindrucksvolle Kirchenruine herum und entlang des rechten Ufers der Wieda, dann über den direkt an der ehemaligen Klostermauer liegenden Museumsparkplatz und weiter bis zur Straßenbrücke. Über ebendiese folgen Sie dem Weg bis zum Itelteich. Im Mittelalter führten die Walkenrieder Mönche hier ein Stauprojekt durch, das aus einem Großerdfall (Polje) mit Karstquelle und Bachschwinde ein Fischgewässer entstehen ließ; heute ist dies ein technisches Denkmal und als Teil eines Naturschutzgebietes ein Eldorado für Wasservögel und zahlreiche weitere Tierarten. Mächtige alte Buchen säumen den Weg hinauf auf die Anhöhe über dem Bahngleis, das im 300 m langen Walkenrieder Tunnel verschwindet. Unter Ihnen befindet sich jetzt der größte Natur-Hohlraum Deutschlands, die Himmelreichhöhle (unzugänglich).
Vom Himmelreich mit seiner artenreichen Laubwaldvegetation und den schönen Fernblicken nach Westen und vom kleinen Hexentanzplatz mit seinen Akelei-Beständen über Ellrich nach Osten führt der Weg über die majestätischen von knorrigen alten Bäumen gesäumten Itelklippen wieder hinab ins Wiedatal. Nach Süden ausholend quert der Wanderweg die baumbestandene Wieda-Aue auf der südlichen Straßenbrücke. In trockenen Monaten ist der Bach hier oft im verkarsteten Untergrund versiegt.
Am Fuß des Röseberges mit seinen Gipsklippen und seiner feuchten Schluchtwaldvegetation geht es zurück entlang an weiteren Klosterteichen bis in den ehemaligen Klosterbezirk. Spätestens auf dem Rückweg laden das Zisterzienser-Museum zu einem Besuch und das Klostercafé zu Kaffee und Kuchen ein – im Sommer auch im Café-Garten.


Kartenausschnitte: ATKIS®-TK50 ©