Osterode - Oberhütte - Osterode
 
Charakteristik:Rundwanderung
Beste Wanderzeit:April - November
Wegemarkierung:
Gesamtstrecke:ca. 20 km
Wanderdauer:ca. 7 Std.
Ausgangspunkt:Parkplatz ALOHA
Tages-Etappe eines mehrtägigen, naturkundlichen Regionalwanderweges (Karstwanderweg) entlang des gesamten Südharzes.
Besonders geeignet für Naturliebhaber, Familien, Gruppen, Hobbygeologen und -botaniker, Geschichts- und Bergbauinteressierte, naturkundliche Lehrwanderungen und wissenschaftliche Exkursionen.
www.karstwanderweg.de

Empfohlener Wanderverlauf:
Nachdem Sie die Ortslage Osterode am Harz in südlicher Richtung verlassen haben, führt Sie der Karstwanderweg durch den Osteroder Stadtwald zum Standort des ehem. Sedanturms. Sie befinden sich jetzt auf den Osteröder Kalkbergen. Im Jahre 1893 wurde hier ein 14 Meter hoher Aussichtsturm erbaut, der allerdings wegen Baufälligkeit abgebrochen werden musste. Dem Wanderweg folgend, erreichen Sie die Pipinsburg, eines der eindrucksvollsten ur- und frühgeschichtlichen Denkmale des Harzraumes und gleichzeitig eine der bedeutendsten Befestigungsanlagen des südniedersächsischen Berglandes. Die Befestigungsanlagen sind heute nur noch als grasbewachsene Wälle kenntlich. Sie liegen auf dem weit in das Sösetal hineinragenden Bergsporn, dessen scharfer Steilabsturz nach Norden und Osten durch die Lösungsunterschneidung des Söseflusses gebildet wurde. Leider hat der Gipsabbau in diesem Gebiet das ursprüngliche Bild der Landschaft völlig verändert. Einige hundert Meter später bietet sich rechter Hand ein Blick in den Steinbruch Katzenstein.
Ihr rechts schweifender Blick erfasst die Osteroder Ortsteile Katzenstein, Lasfelde und Petershütte. Der Pagenberg ist bereits in nördlicher Richtung auszumachen.
Es folgt nun der Abstieg in das Sösetal. Die Gipsklippen, die Sie auf dem nächsten Kilometer begleiten, gehören zu einem ehem. Gipsabbaugebiet, welches ab 1994 rekultiviert wurde. Sie passieren dabei einen interessanten Lagerstättenaufschluss, in dem man den auflagernden hellen Gips über dem bläulichen Anhydrit gut unterscheiden kann. Hinter der Ortschaft Oberhütte folgen Sie der Söse flussabwärts. Sie entspringt im Harz; ihre früher oft katastrofalen Hochwässer bei Schneeschmelze und Dauerregen werden seit 1930 von der Sösetalsperre oberhalb Osterode gebändigt.
Von der Hindenburg ist im Laufe der Jahrhunderte nicht mehr viel übrig geblieben; aus den gebrochenen Mauern wurde u.a. ein Wachturm an der Landwehr gebaut und auch in jüngerer Vergangenheit wurden die Mauerbruchstücke gern genutzt. Auf dem Königsweg, vorbei am Badenhausener Ortsteil Neuhütte, gelangen Sie durch einen Abstecher zu einem ehem. Steinbruch, in dem die Gesteinsschichtung, links und rechts an den Rändern, exemplarisch gut zu erkennen ist. Der Stichweg zum Naturdenkmal Königstein ist nur ein Trampelpfad, bitte verlassen Sie ihn nicht, die Flora und Fauna wird es Ihnen danken. Eine „Großausgabe“ solcher Dolomitklippen können Sie z.B. als Römerstein bei Nüxei kennenlernen. Der Königstein ist ein Riff, das in warmem, flachem Meerwasser von unzähligen kalkschaligen Meerestierchen und -algen aufgebaut wurde. Nach Westen fiel der Meeresboden damals in größere Tiefe ab.
Der Weg zurück führt Sie durch Wiesen und Felder über ein Dolomit-Plateau und im weiteren Verlauf wieder auf der bereits bekannten Route hinunter in die Stadt Osterode am Harz, wo Sie im Restaurant des ALOHA Aqualand Erlebnisbad sich von der reliefreichen Wanderung bei Speis' und Trank erholen können.

Höhenprofil bei Wanderung in Richtung Oberhütte


Kartenausschnitte: ATKIS®-TK50 ©