Unterer Muschelkalk bei Eisdorf

Querschnitt vom Westerhöfer Wald über den Gittelder Graben zum Harzgebirge

Der Muschelkalk gehört nicht zu den Gesteinen der Harzscholle und ist von dort seit dem Tertiär schon abgetragen. Westlich des Gittelder Grabens aber, steht mit gut 100 m Mächtigkeit Muschelkalk an, der neben dem Buntsandstein boden- und reliefbestimmend für den Höhenzug des Westerhöfer Waldes ist.
An den Flanken des Ausstrichs bildet der Untere Muschelkalk als Härtling die ansteigenden Anhöhen; im schwach muldenförmigen Kern des Westerhöfer Waldes steht der weichere, z. T. gipshaltige Mittlere Muschelkalk an.
An diesem Aufschluss, einem ehemaligen Steinbruch zur Gewinnung von Wegebaumaterial, steht der Untere Muschelkalk (Wellenkalk) in plattiger Ausbildung an. In der erhaltenen nordwärtigen Steinbruchswand ist eine Schaumkalkbank sowie eine schwach überkippte Falte aufgeschlossen.
Diese Falte mag ihre Ursache im Nachrutschen einer lokalen Muschelkalkplatte nach Osten in den sich absenkenden Gittelder Graben hinein haben; sie ist damit jüngerer Entstehung.
Auf der Abraumhalde des ehemaligen Steinbruches hat sich eine wertvolle Flora der Halbtrockenrasen entwickelt.

GPS-Koordinaten
N 51.7621° E 10.1565°