Naturlehrpfad Hainholz
Station 2/10

Halbtrockenrasen

Nach den großen Waldrodungen im Mittelalter entstanden für die Viehzucht ausgedehnte Wiesenflächen. An trockenen, mageren, steinigen Standorten haben sich speziell an dieses Kleinklima und die Nutzung (Schafbeweidung, Mahd) angepaßte Lebensgemeinschaft ausgebildet. Das Kleinklima und die Pflanzen- und die Tierlebensgemeinschaften unserer Halbtrockenrasen ähneln der kontinentalen Steppen oder der mediterranen Karstfluren. Der hier vorhandene Halbtrockenrasen war früher wesentlich größer und besser (kräuterreicher) ausgeprägt. Zur Zeit sind Schafschwingel (Festuca Ovina), Schillergras (Koeleria pyramidata), Zittergras (Briza media) und Flederzwenke (Brachypodium pinalum) bestandsbildent. Nach Aufgabe der Nutzung ist dieser Halbtrockenrasen fast vollständig von Bäumen und Sträuchern besiedelt worden. Da er nur durch Fortführung der traditionellen Nutzung erhalten werden kann, wird er seit 1985 u.a. durch regelmäßige Mahd gepflegt.