zur Kirche noch zu dem heiligen hochwürdigen Sakramente gehalten, ohne alle Zeremonien vor dem Kirchhof begraben worden." Februar 1644: "Cratz - - seine Frau, die wilde Sau genannt, ist ohne Gesang und Klang wegen Verachtung göttlichen Wortes und des hochwürdigen Sakramentes als eine wilde Sau zu Grabe gebracht worden." 1603 wird Heinrich -, der ein Verhältnis mit seines Großvaters Bruders Tochter Kind hatte, auf Befehl eines Ehrwürdigen Consistorii zu zu Wulfenbüttel, in der Kirche zu Herzberg getrauet. Darauf sie ferneren Angesichts aus unseres gnädigen Fürsten Fürstentum und Herrschaften in Ewigkeit sind vertrieben worden.

Am 29. März 1650 ist Andreas -- zu Osterode ausgestäupet und ewig des Landes verwiesen worden. Er hatte ein Verhältnis mit seiner Schwägerin. Nun, beide Sünder brauchten keine weiten Wege zu machen: Gieboldehausen lag schon im Ausland. Im ganzen 17. Jahrhundert ereignet sich nur ein Selbstmord. Von 1598 bis 1674 geschehen in Hattorf zehn Morde. Im April 1598 wird Ernst Barke oder Hildebrandt zu Tode gehauen beim Kruckhofe von Hans Müller, Jakob Meyers Knecht. Am 8ten Mai 1602 wird Caspar Müllers Knecht, welcher von Andreas Peters mit einem Beil gehauen, begraben. Im selben Monat, am 15. Mai, ist Hans Mittelcamp, der Aeltere, welcher von seiner Tochter Mann mit Namen Henni Winkel, auch Ansorgen genannt, mit einem Beil zu Tode geschlagen, begraben worden. Am 11. Dezember 1607 ist Heinrich Wulfs von Andreas -- in und vor Wulften jämmerlich ermordet worden, ist folgendes Morgens gefunden, der Hals ist ihm mit einem Klöbebeile mehr alshalb abgehauen gewesen, sind beyde zusammen in Hans Papen zu Wulften Kruge gewesen und fast bezecht von dannen gegangen, eine Stunde auf die Nacht. Im April 1608 stirbt Andreas Wiedemanns Kind, "so Barthold Bombörger geschlagen, daß es zum Krüppel geworden und in langem Elend und Jammer gestorben." Das Totenregister berichtet im Februar 1620 über das Ende des Verbrechers: "Barthold Bombörger ist in Hillebrads
 
 
 
 

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