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Die Söhne Heinrich's und spätere Nachkommen haben immer wieder versucht, den verkauften Besitz zurückzuerobern und in den folgenden 200 Jahren reiht sich eine Fehde an die andere, an deren blutiger Grenze HATTORF liegt und stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Grenzsteine im Rotenberg sind stumme Zeugen dieser Zeit. Auf der Südseite ist das Mainzer Rad, auf der Grubenhagenschen Seite die Wolfsangel eingeschlagen.

1461 kommt es zu einem Krieg zwischen Grubenhagen und Hessen. Die Hessen - angeführt von Sittich von Berlepsch - drangen bis HATTORF vor. Die Bevölkerung hatte sich in den Schutz des Herzberger Schlosses zurückgezogen.

Drei Schlachten - eine davon in HATTORF - wurden geschlagen und trugen zu einem trüben Kapitel aus der Geschichte unserer Heimat bei.

1534 wurde duch Pastor Brinkmann aus dem benachbarten ELBINGERODE die evangelische Lehre in HATTORF eingeführt. (Reformationszeit)

1556 leihen zwei Hattorfer Bauern (Wode und Lakemann) dem schwerverwundeten und verarmten Herzog Ernst von Grubenhagen in HERZBERG 300 Gulden zum Wiederaufbau seiner Harzer Bergwerke in Clausthal.

Ab 1589 ist die Hattorfer Geschichte in den Kirchenbüchern festgehalten. Allerdings ist es Verdienst des Pastors Soltmann (1819 - 1850), daß diese Quellen der Ortsgeschichte erhalten geblieben sind. Er hat nämlich die ältesten Kirchenbücher abgeschrieben, die im 30-jährigen Krieg angekokelt waren und in diesem Jahrhundert unleserlich geworden sind.

Der Dreißigjährige Krieg - 1618 bis 1648 - hat unserer Gegend sehr viel Leid zugefügt. In HATTORF hausten Tilly, Wallenstein, die Dänen und Schweden. Die Kirche und viele Bauernhöfe wurden wiederholt zerstört. Immer wieder konnten Hattorfer nur das nackte Leben nach HERZBERG retten. Die Ernten, so es überhaupt welche gab, wurden von den Kriegern beschlagnahmt. "Das meiste Land liegt wüste." berichtet das Kirchenbuch.

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