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WILHELM BUSCH IN HATTORF

geb. 15.4.1832 in Wiedensahl bei Stadthagen/Hann.
gest. 9.1,1908 in Mechtshausen bei Seesen

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Zwischen 1841 und 1846 ist Wilhelm Busch schon als Knabe in HATTORF zu Gast gewesen. Seine Eltern hatten ihn nach Ebergötzen geschickt, wo sein Onkel Georg Kleine Pastor war und seine Ausbildung übernommen hatte. Ein gleichalteriger Mitschüler namens Bachmann, der aus der Mühle in Ebergötzen stammte, hatte Verwandte in HATTORF. Es war der Förster Bornebusch, der von beiden gelegentlich besucht wurde. Bei ihm lernten sie auch die beiden Söhne von Pastor Soltmann kennen, deren Armbrust großes Interesse und Vergnügen fand. Man konnte damit bis auf die Spitze des Kirchturmes schießen.

1887 wurde Busch's Neffe Hermann Nöldeke zum Pastor in HATTORF gewählt. Wilhelm Busch kam nun wieder des öfteren nach hier in's Pfarrhaus, meist auch für mehrere Wochen, um die Gastfreundschaft, die ihm entgegenschlug, zu genießen. Besonders im Alter schätzte er die Ruhe in HATTORF, die ihm eine gewisse Geborgenheit vermittelte.

Aus dieser Zeit stammte eine Gravur im Fensterglas des Hattorfer Pfarrhauses, die als Verbundenheit zu HATTORF zu werten war. Dieses wertvolle "Fensterglas-Dokument" soll einem "on dit" zufolge beim Umbau des Pfarrhauses vor etlichen Jahren vernichtet worden sein. - Unfaßbar, was derjenige, der solches veranlasste oder zuließ, für ein Geschichts- und Kultur-Banause gewesen sein muß !

Heute erinnert außer einem Gedenkstein, ein kleines Museum hinter der Kirche, in welchem man Replikate oder Kopien einiger Schriftstücke - die Originale befinden sich im Busch-Museum in Hannover - bewundern kann, an den großen Schriftsteller, Humoristen und Zeichner WILHELM BUSCH.

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