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Hattorfer Kriegsgefallene 1605 - 1945

Im Jahre 1615 erwähnt unser Totenregister die ersten Kriegsgefallenen. Klaus Fischer, Hans Schwachheim, "ein feiner fermer Jüngling", und Hans Beushausen, "ein gottesfürchtiger, frommer und ehrlicher Mann", sind "in diesem Jahr vor Braunschweig jemmerlich umgekommen". Seit 1600 lebte Herzog Heinrich Julius mit seiner Stadt Braunschweig in Unfrieden. 1606 wurde die Stadt in die Reichsacht getan. Der Herzog starb 1613 in Prag. Und erst sein Sohn konnte die Reichsacht durchführen. Da Hattorf nach dem Aussterben der Grubenhagenschen Linie in Herzberg von 1596 - 1617 unter der Herrschaft der Wolfenbütteler Linie stand, mußten auch Hattorfer an diesen Kriegen teilnehmen. Auch an den verschiedenen Türkenkriegen und an den Reichskriegen gegen Frankreich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts waren viele unserer Landsleute beteiligt. Im Dezember 1684 starb der Reiter Adolf Drechsler an der Ruhr in Ungarn. Ebenfalls in Ungarn fiel 1686 im Kampf gegen die Türken Caspar Kleine. Herzog Ernst August hatte unter der Führung seines Sohnes Georg Ludwig, des späteren Königs von England, dem Kaiser 5000 Mann nach Ungarn zu Hilfe geschickt. Lorenz Thiele fiel 1689 in Frankreich. Im Siebenjährigen Kriege ließen 12 Hattorfer ihr Leben. In den Jahren 1793 und 1794 nahmen wiederum viele Hattorfer an dem französischen Revolutionskriege teil.

Im 7jährigen Kriege starben nach der Aussage alter Leute, die Pastor Soltmann befragte, folgende Hattorfer: 1. Jürgen Grobecker aus Nr. 14, 2. Andreas Barke aus Nr. 219, 3. Peter Becker aus Nr. 217, 8. Andreas Fischer, 9. Jakob Klaproth, 10. Heinrich Andreas Klaproth aus Nr. 9, 11. Barke aus Nr. 111 und 12. Böttger aus Nr. 179.