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Im April 1618 ist das Kind von Andreas Liedemann von Bartold Bomborger geschlagen, das es zum Krüppel geworden ist und in langem Elend und Jammer gestorben. Hans Hildebrand, sonst Pfandhänschen genannt, ist im Mai 1620 von Andreas NN auf der Gasse erstochen. September 1674: Bestian Caroll, welcher den Dienstag früh in den Herrenscheuer zum Herzberg Dreschenshalber hat gehen wollen, weil er aber in der Frühstunde zwei tödliche Wunden, als eine über den Kopf, die andere duch die Gurgel bekommen und also im Schweinehause auf dem Vorwerk zum Herzberge seinen Geist aufgeben. Wie nun dieser Fall ist zugegangen, weiß noch niemand denn Gott.
Im März 1719 ist der Sohn des Andreas Schirmer, Zacharias mit Namen, von dem Hoboisten, Fritze genannt, mit vielen tödlichen Wunden gestochen, davon er sein Leben elendiglich hat enden müssen.

Von Selbstmördern

Am 25. September 1679 ist Marten NN. unter währender Begräbnis seiner Tochter Engel aus seinem Hause gegangen das also von den Seinigen keiner gewußt hat, wohin er sich gewendet. Nach verflossenen vier Wochen hat ihn der Rinderhirte, der alte Spiker, neben seiner Wiese in einem stillstehenden Sumpfe gefunden, worauf er denn auf Anordnung der Obrigkeit in den Knickgraben an dem Zaun in der Stille verscharret worden.

Auch die Ehefrau eines Branntweinbrenners, die sich wegen häuslichen Unfriedens ersäuft hatte, hatte Selbstmord verübt, indem sie ins Wasser gegangen war. Der Pastor berichtet darüber an seine vorgesetzte Behörde in Hannover, und diese entschied, daß die Selbstmörderin im Knickgraben beerdigt werden sollte. der Witwer Hans Jürgen NN, der im Mai 1758 in einem Anfall von Schwermut Selbstmord begangen hatte, wurde auf Anordnung des Konsistoriums im Knickgraben verscharrt.