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Die Hattorfer Knabenschullehrer

Michael H o f m a n n , der im Taufregister von 1598 genannt wird, ist der erste in der langen Reihe der in Hattorf tätig gewesenen Lehrer. Er ist hier bis 1629 in Dienst gewesen. Er wird 1629 der "abgetretene Schulmeister" genannt. Ob er pensioniert ist oder versetzt, kann nicht mehr festgestellt werden. Seine erste Frau, Luisa, starb am 8. Mai 1612, am Fest Johannes des Täufers; des Jahres 1615 schloß er eine zweite Ehe mit Catherina Kemstedt auf Wulften.

Bartholdus K i e k e n a p , der nach mündlicher Überlieferung aus dem Baltikum stammt, trat seinen Dienst 16_ _ an und war bis zu seinem Tode am 12. November 1659 hier als Lehrer tätig. Pastor Schwachheim schrieb in das Totenregister: "Bartholdus Kiekenap, dreißigjähriger Schulmeister alhier in Herrn Christo selig entschlafen."
Barthold Kiekenap ist der Stammvater der heute noch zahlreichen Familien dieses Namens in Hattorf und Umgebung und hat seinen Nachkommen über den Durchschnitt hinausgehend, geistige und gute körperliche Anlagen vererbt.

Sigismund B i e r w e r t h , sein Nachfolger, war ihm seit 1649 als Gehilfe beigegeben. Es heißt nämlich in den Totenregistern von 1710: "Den 27. Mai ist Sigismund Bierwerth, 60 Jahre alhier gewesener Schul- und Kirchendiener, Dienstag nach Rogate christlichem Gebrauch nach beerdigt worden, seines Alters 83 Jahre weniger 4 Wochen."

Johann Heinrich U r b a n kam 1729 nach Hattorf und war ebenfalls seinem Vorgänger adjungiert bis zu dessen Tode (1732). Urban war verheiratet mit Anna Christine, geb. Groben, die 1765 in Hattorf starb. 1769 trat Urban in den Ruhestand und zog zu seinem Sohn, der in Barterode bei Göttingen Pfarrer war. Dort starb er am 2. Mai 1771.