4/10
Heinrich Wilhelm K r a c k e wurde am 29. September 1769 hier als Hilfslehrer eingeführt und starb am 15. November 1805 in Hattorf. Er war als Sohn eines Ackermannes in Ahlten, Amt Ilten bei Hannover, geboren (18. Januar 1745). Er hatte seine Ausbildung auf dem Seminar in Hannover genossen, das er 3 Jahre besuchte. In Hattorf hatte er auch den Kantortitel erhalten.

Georg Christlieb P i c h t , Krackes Nachfolger, stammte aus einem Lehrerhaus. Er war am 3. Mai 1755 in Laubenberg geboren. Nachdem er zwei Jahre das Seminar in Hannover besucht hatte, wurde er seinem inzwischen nach Berka versetzten Vater adjungiert. Nach fast 8 Jahren, nachdem sein Vater wohl verstorben war, ging er für 14 Jahre nach Stöckheim und kam 1806 nach Hattorf. Auch er hatte den Kantortitel und starb in Hattorf am 5. November 1819, 64 Jahre alt am Schlaganfall. Pastor Soltmann rühmt ihn als einen geschickten und dienstbeflissenen Mann. Picht hinterließ eine Witwe, eine geborene Meyenberg aus Hattorf, 2 Söhne und 3 Töchter. Der Witwe wurden jährlich 240 kg Roggen bewilligt, und sein Nachfolger ihres Mannes mußte ihr von seinem Gehalt jährlich 10 Reichstaler in Courantmünze abgeben. Von der Klosterkammer erhielt sie jährlich 10 Taler Courantmünze und von der Kammer alljährlich 3 Klafter Brennholz zu 144 Kubikfuß. Eine Pensionsregelung im heutigen Sinn gab es damals also noch nicht.

Nach Pichts Tode trat eine 4 Monate dauernde Vakanz ein. Die Vertretung übernahmen der Hattorfer Mädchenschullehrer und Organist Busse, der Schwiegershäuser Kantor Braghags und der Lehrer Fischer aus Hörden. An zwei Tagen in der Woche übernahm Pastor Soltmann den Unterricht.

Franz Christoph C o r d e s wurde nach dem Hauptgottesdienst am Sonntag Oculi des Jahres 1820 durch denselben Pastor feierlich in sein Amt eingeführt. Soltmann legte seiner Rede ein Wort aus dem ersten Brief des Apostel Paulus an die Tessalonicher zugrunde: