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Der Verfasser erinnert sich, daß 1925 oder 1926 drei Schulvorstands- bzw. Gemeinderatssitzungen nötig waren, um eine einzige physikalische Karte von Deutschland anzuschaffen (Preis 75,-- DM). Johann Georg B ü r e n h e i d e ist der 1. Hattorfer Organist, den wir namentlich kennen. Im Totenregister von 1776 findet sich die Eintragung "Johann Georg Bürenheide, 15 Jahre gewesener Organist allhier, in Gott selig verschieden, seines Alters 43 Jahre". Seine Frau Dorothea, geb. Ohnesorge, starb im März 1691.

Johann Georg K u h l m a n n  wird seinen Dienst wahrscheinlich 1676 als Bürenheides Nachfolger angetreten haben. Lt. Kirchenregister wurden "dem neuen Organisten verehret 5 Mariengroschen". Er war seit 1677 mit Anna Margarete Rudolph aus Pöhlde verheiratet. Bis 1690 wird sein Name öfters als Taufpate in den Kirchenbüchern genannt.

Heinrich Christian D i e d e r i c h s  wird wahrscheinlich Kuhlmanns Nachfolger gewesen sein. Er verheiratete sich mit Catharina Magdalene Röselein, die ihm 1728 einen Sohn schenkte. Weitere Daten sind von ihm nicht bekannt. D. soll nach Herzberg versetzt sein und nach Wiedenbachs Tode nach hier zurückgekehrt sein (siehe unten).

Von den Mädchenlehrern D a a k e und Peter Andreas F r i e s e n b e r g  ist noch weniger bekannt. Aus den Einkünften der St. Nicolaikapelle von Niedernrode ist 1728 "von ein neu Bücherbret, so Daaken hat in die Schule machen lassen", ein Betrag verwandt. D. soll seines schlechten Lebenswandels wegen vom Dienst enthoben sein. Auch Friesenberg, dem 1731 ein Sohn und 1732 eine Tochter geboren wurden, ist 1736 seines Dienstes entsetzt.

Andreas W i e d e n b a c h , geboren 1702 in Anderbeck bei Halberstadt, kam wahrscheinlich 1736 nach Hattorf. Er starb hier am 7. März 1758. Er heiratete 1737 Juliane Rodemann aus Weende bei Göttingen.