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Auf Pastor Kaiser folgte 1763 der Pfarrer Heinrich Julius K u h l e m a n n . Er war ein starker Trinker und wurde deshalb 1778 seines Amtes enthoben, erhielt aber trotzdem eine Pension in Höhe von 200 Reichstalern, für die damalige Zeit eine sehr hohe Summe. Seine beiden nächsten Nachfolger mußten Kuhlmann dieses Geld von den Pfarreinkünften bezahlen. Sie werden das nicht gerne getan haben. Kuhlemann zog nach Hannover und starb dort 1794, bekam also von seinen Nachfolgern 16 Jahre hindurch jährlich diese Summe.

Auf Kuhlemann folgte der Magister Michael Heinrich N ü r n b e r g e r . Er ist der Pfarrer, der unseren Chronisten Heinrich Andreas Klaproth im November 1779 in Hattorf taufte. Nürnberger stammte aus Wittenberg oder Dresden und war verheiratet mit Marie Louise Vernezebre. Nürnberger ist nicht alt geworden. Er starb 1788 in Großenrode.

Ihm folgte Friedrich August V o l g e r  (1784 - 1805). Er war 1753 als Sohn eines Pastors in Northeim geboren und starb 1805 im Alter von 52 Jahren an einer Tuberkulose.

Sein Nachfolger war Anton Friedrich P l a t h n e r von 1806 bis 1811. Dann trat eine Vakanz ein, die durch einen Streit des Westfälischen Staatsministeriums und des Konsistoriums in Göttinger verursacht wurde. Nach Beilegung dieses Streites wurde der Pfarrer B e t h e nach Hattorf berufen (1812 - 1814). Bethe stammte aus Göttingen und war mit Charlotte Harding, der Tochter eines Generalsuperintendenten verheiratet. Bethe wurde von hier nach Bodenfelde versetzt.

Ihm folgte Georg Heinrich S t a r c k e , der aus Vilse stammte, wo er 1765 geboren war. 1830 wurde Starke als Superintendent nach Winsen an der Aller berufen, wo er 1838 starb. Er war hier bis 1819 als Pfarrer tätig.

Pastor Johann Heinrich Georg S o l t m a n n  wurde am 11. Juli 1819 in sein Amt als Hattorfer Pastor eingeführt. Das geschah durch den Superintendenten Effler aus Osterode.