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Soltmann legte sogar ein Familienbuch an, in dem die Geschichte aller damals in Hattorf existierenden Familien aufgeschrieben war. Es ist ganz außerordentlich zu bedauern, daß kein einziger seiner Nachfolger dieses Werk fortgesetzt hat. Soltmann war Rationalist und doch auch Gespensterseher. Nöldeke erzählt, daß ihm eine alte Frau, die in ihrer Jugend Magd im Pfarrhause gewesen war, einmal geheimnisvoll andeutete, daß in der Pfarre ein Geist in der Gestalt eines kleinen, grauen Männleins umgehe. Der alte Pastor Soltmann habe es selbst gesehen. Alte Leute sprachen von Soltmann in Achtung und Liebe. Der Verfasser sah noch 1921 in verschiedenen Hattorfer Häusern kleine, sehr sauber gezeichnete, von Soltmann gefertigte Dorfansichten. Soltmann wurde auf der Südseite der Kirche zur letzten Ruhe bestattet neben seiner ihm im Tode voraufgegangenen Gattin. Im Jahre 1925 wurde leider Soltmanns Grabmal eingeebnet. Der alte Pfarrer war im vollen Ornat bestattet. Er hatte einen schmalen Kopf mit hoher Stirne und zartgliedrige Hände, die über der Brust gefaltet waren.

Soltmanns Nachfolger war der Pfarrer Wilhelm B a r t h e l s , der hier nur 1 Jahr tätig war (1850/51).

Ihm folgte am 1. Juni 1851 Julius B e r e n s b a c h von 1851 bis 1871. Er stammte aus einem Pfarrhause. 1871 trat er in den Ruhestand, zog nach Hannover und starb dort 1875.

Sein Nachfolger war Friedrich Wilhelm H a p k e (1872 - 1886). Sein Vater war Landwirt und Branntweinbrenner. Bevor er nach Hattorf kam, war er als Pastor in Wollershausen tätig und starb 1890 in Göttingen.

Hermann N ö l d e k e bekleidete von 1887 - 1930 das Amt eines Pfarrers in Hattorf. Sein Vater war Pastor in Wiedensahl. Seine Mutter Fanny war eine geborene Busch. Sie war die Schwester des bekannten Wilhelm Busch.