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Sie strömten nach Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland hinein, überquerten den Kanal und setzten sich in England fest. Im Norden und Nordosten schoben sie Ihre Grenzen bis in unserem Raum vor. Ihre nördlichste Bastion war die Pipinsburg bei Osterode. Mit Sicherheit steht fest, daß die Siedler der Bronzezeit in unserer südniedersächsischen Heimat Angehörige dieses auf einer ausserordentlich hohen Kulturstufe stehenden Volksstammes waren.

Die großen Gegenspieler der Kelten waren die Germanen die gegen Ende der Bronzezeit (um 800 v. Chr.) bereits die ganze Norddeutsche Tiefebene beherrschten. Ihren weiteren Vormarsch nach Süden konnten die Kelten zunächst noch aufhalten, mußten aber zwischen 200 und 100 v. Chr. den Raum zwischen Harz und Weser den erneut vorstoßenden Germanen überlassen.

Nach W. Rosien gehörte unsere Landschaft noch um Christi Geburt zum Siedlungsgebiet der Cherusker. Dieser germanische Stamm wird auch der Gründer unserer ältesten Siedlungen sein. Nach Müller - Wille waren die in Südhannover ansässigen Cherusker Waldbauern. Ihre Siedlungen lagen in der Nähe der sogenannten Auewäldern. Dazu gehörten in der jetzigen Hattorfer Flur u.a. das Fahrenbruch, die Obere, die Mittlere und die Untere Trift. Die genannten Waldstücke sind sämtlich in der Kurhannoverschen Landesaufnahme von 1785 aufgezeichnet. Sie liegen alle zwischen der Oder und dem Rotenberge, werden aber zur Zeit der Cherusker einen größeren Umfang gehabt haben als bei ihrer ersten Kartierung. (1785) Ihre Wohnstätten errichteten sie in Hattorf über dem Überschwemmungshorizont der Sieber und der Oder im heutigen Grabendorf.