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Auch Leuckfeld steuert in seinem schon genannten Werk eine Urkunde aus dem Jahre 1301 bei, in welcher Ecbert von Hattorpe einem Gütertausch auf dem Schlosse in Herzberg als Zeuge beiwohnt. Nach Leuckfeld war ein anderer Conrad von Hattorf Advocatus auf der Burg Grone bei Göttingen. Seine Söhne sind angeblich Conrad und Ecbert, von denen der erste 1304 als Priester in Katlenburg genannt wird. Ecbert war Ritter und wohnte 1332 auf der alten Burg in Osterode einem Vergleiche zwischen dem Kloster Katlenburg und den Herren vom Teiche bei.

Auch in den zum Teil wüst gewordenen Orten um Hattorf waren adelige Geschlechter ansässig oder sind später nomilisiert. So gab es im Jahre 1299 einen Wilhelm von der Aue, der wahrscheinlich aus dem kleinen Weiler Oh stammte. Im selben Jahr wird auch der Ritter Tidaricus de Barkevelde genannt. Er tritt auch im nächsten Jahr als Zeuge auf. Wie schon erwähnt, werden Ecbert von Hattorf und Jordanus de Barkefelde 1298 ausdrücklich als Ritter bezeichnet. Volcquinus de Varenbroch wird 1290 als Sacerdos = Priester erwähnt. Es war im Mittelalter üblich, daß der Erstgeborene eines ritterlichen Geschlechtes Nachfolger seines Vaters war, während die nachgeborenen Söhne meist den geistlichen Beruf erwählten.