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Der Krieg zwischen den Beiden endete mit der völligen Niederlage Heinrich des Löwen. In dieser Urkunde tritt neben zahlreichen anderen Ortsnamen auch der Name Hattorf zum erstenmal auf. Die Königin schenkte dem Kloster u. a. nämlich den dritten Teil ihrer Hattorfer Besitzungen. "tertiam partem villae Hattorp". Die Echtheit dieser Urkunde, was Datum und Ausstellungsort anbetrifft, wird angezweifelt. Inhaltlich stimmt sie, denn Rudolf von Habsburg bestätigt im Jahre 1290 dem Kloster seinen Besitz und nimmt die genannte Urkunde wörtlich in seinen Brief auf. Und endlich vertauscht der Probst Johannes des Klosters Pöhlde 1295 den Besitz des Klosters Pöhlde in Hattorf, nämlich 6 Hufen Land, etwa 180 Morgen, und das Patronatsrecht über die St. Pankratiuskirche in Hattorf an Herzog Heinrich den Wunderlichen in Herzberg. Durch kaiserliche Verfügung von 1301 wird der Tausch rechtskräftig.

Die sächsischen und salischen Kaiser hielten sich sehr häufig auf den Pfalzen unserer engeren Heimat auf. So feierte Heinrich II., der Heilige, der letzte in der Reihe der Sachsenkaiser, das Weihnachtsfest in seiner Pfalz in Pöhlde nicht weniger als achtmal. Auch seine Nachfolger haben dieses Fest häufig in Pöhlde begangen. Man hat daraus geschlossen, daß die Pfalz Pöhlde die Lieblingspfalz der Kaiser gewesen sei. Tatsache ist aber, daß die Herrscher die Pfalzen in regelmäßig wiederkehrenden Abständen aufsuchten. So war die Pfalz Pöhlde die "Weihnachtspfalz" der genannten Kaiser. In einem weiten Umkreise wußte man, daß der Herrscher in den Weihnachtstagen für seine Untertanen zu sprechen war.

Kaiser Friedrich Barbarossa belehnte im Jahre 1157 Heinrich den Löwen mit Schloß und Amt Herzberg. Mit diesem Jahre beginnt also die welfische Herrschaft über unsere Heimat, die bis zum Jahre 1866 dauern sollte. Zwischen Kaiser Rotbart und dem Löwen kam es bald zum Bruch.