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Im Jahre 1202 teilten Heinrichs Söhne den welfischen Besitz in 3 Teile und ihre Kinder und Kindeskinder haben diese unheilvollen Teilungen fortgesetzt, so daß der welfische Besitz immer mehr zersplittert wurde. Im Jahre 1337 fielen Schloß und Amt Herzberg an Heinrich Mirabilis, d.h., den Bewundernswerten. Spätere Geschlechter haben den Beinamen verfälscht, und so ist Heinrich, der Begründer der Grubenhagenschen Linie als "der Wunderliche" in die Geschichte eingegangen. Sein Sohn Heinrich de graecia = von Griechenland, so benannt, weil er eine große Reise ins Morgenland unternahm, von der außer seiner zweiten Frau, einer Königstochter aus dem Hause Lusignan, das auf der Insel Zypern residiert, eine Reliquie aus dem Heiligen Land und einen ansehnlichen Haufen Schulden heimbrachte. Zwei Dornen aus der Krone des Erlösers und ein Stückchen Holz vom Kreuze des Herrn schenkte der Herzog dem Kloster in Walkenried. Die dankbaren Mönche bestätigten, daß sie einen großen Gewinn davon gehabt hätten. Alljährlich fanden nämlich mehrere gut besuchte Wallfahrten nach dem Kloster Walkenried statt.

Die leidige Geldnot zwang Herzog Heinrich, wertvolle Teile seines väterlichen Erbes zu versetzen oder zu verkaufen. So lieh er sich vom Erzbischof zu Mainz wiederholt Geld und verpfändete dem Kirchenfürsten dafür die Stadt Duderstadt und das Amt Gieboldehausen. Die Söhne Heinrichs und deren Nachkommen versuchten immer wieder, die verpfändeten Landesteile einzulösen. Es steht aber fest, daß der Kurfürst von Mainz Duderstadt und Gieboldehausen in bar bezahlt hatte. In den folgenden 200 Jahren fanden zahlreiche Fehden zwischen Kurmainz und Braunschweig - Grubenhagen statt. Daß Hattorf, welches unmittelbar an der blutenden Grenze lag, auch in den Strudel dieser Kleinkriege hineingezogen wurde, kann man mit Sicherheit annehmen. Aber nicht nur mit dem Mainzer Kurfürsten wurden Fehden geführt. 1461 kam es zu einem Kriege zwischen Grubenhagen und Hessen.