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Industrie und Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, im Verein mit einer vorausschauenden und tatkräftigen Gemeindevertretung haben nach der Katastrophe von 1945 alles getan, um mit den gewaltigen Problemen fertig zu werden. In gedeihlicher Zusammenarbeit der verantwortungsbewußten Männer ist die Lösung der Frage der Eingliederung der Heimatvertriebenen energisch in Angriff genommen. Nicht weniger als 57 Wohnhäuser sind seit 1945 im Gemeindegebiet errichtet. Die Zahl der Handwerksbetriebe stieg auf 49. Daneben ist das Dorfbild verschönert. Viele Straßen erhielten bequeme Gehsteige. Die Schule erfreut sich der besonderen Fürsorge der Gemeinde. Ein ganz besonderes Geschenk aber wurde unserer Jugend mit dem prachtvollen, 1951 großzügig erbauten Schwimmbade gemacht, das in seiner landschaftlich so herrlichen Umgebung im weiten Umkreis seinesgleichen sucht.

Für uns alle aber soll die Tausendjahrfeier ein Anlaß sein, unserer Vorfahren in Dankbarkeit zu gedenken. Voller Gottvertrauen und im Vertrauen auf die eigene Kraft haben sie in schwersten Zeiten trotz endloser Kriege, trotz Pest und Seuchen, trotz Naturkatastrophen und Bedrückung das Schicksal gemeistert und uns die liebe Heimat erhalten. Die Kraft, sich allen Gewalten zum Trutz zu erhalten, gab ihnen die innige und tiefe Liebe zur Heimat. Möchten wir, die wir unter demselben Blau und über dem nämlichen Grün wandeln, ihnen nacheifer. Dann wird die Sonne friedlichen Glückes uns und unseren Kindern auch im kommenden Jahrtausend scheinen!