Die St. Benno-Kirche zu Bad Lauterberg

Chronik der Kirche St. Benno


Historische Aufnahme der Kirche

Als nach dem Zweiten Weltkrieg viele neue katholische Mitbürger nach Bad Lauterberg kamen, wollte man auch deren Wunsch nach Identität und Vertrautheit nachkommen und ihnen in der neuen Heimat ein "Zuhause" schaffen. Das St. Benno-Stift wurde zu klein und man entschied sich ein "Zelt Gottes auf Erden" zu bauen. So entstand ein architektonisches Kleinod, das aus dem heutigen Stadtbild nicht mehr wegzudenken ist. Weitere gestalterische Höhepunkte bietet die Kirche mit der Symbolik am Eingang, dem Altarbild und dem Kreuzweg.

1903

wurde ein erster Kirch-Bauverein gegründet. Dieser erwarb zwei Grundstücke auf dem Kirchberg. Der Kirch-Bauverein musste sich 1934 durch politischen Druck auflösen.

1920

wurde als erstes räumliches Zentrum für die Katholiken in Bad Lauterberg das heutige St. Benno-Stift eingerichtet.

1956

wurde Bad Lauterberg von der Pfarrei Herzberg abgetrennt und zur selbstständigen Kirchengemeinde ernannt. Nun übernahm der neu gewählte Kirchenvorstand die Aktivitäten für den Kirchbau. Das Vorhaben erfuhr große Unterstützung: Allein vom Katholiken-Ausschuss Krefeld gab es eine Spende von 100000 DM. Zur Pfarrei Bad Lauterberg gehörten zu dieser Zeit etwa 1700 Katholiken.

1961

erfolgte der erste Spatenstich. Der Kirchenneubau erfuhr breite Unterstützung. Neben zahlreichen Geld und Sachspenden erbrachten zum Beispiel drei Theologiestudenten aus Holland ihren freiwilligen Arbeitsdienst beim Kirchenneubau. Die Kirche wurde vom Diözesan Baurat Fehling als "Zelt Gottes auf Erden" entworfen. Der Künstler Wilhelm Keudel übernahm die künstlerische Ausgestaltung. Das Außenrelief stellt die zwölf Tore des himmlischen Jerusalems dar.

28. April 1963
die neue Kirche wurde eingeweiht.
1968
erfolgte der Bau der Orgel in zwei Bauabschnitten.
1971

wurde der Bildhauer Josef Frauke aus Lauenau/Deister mit der Gestaltung des Kreuzweges beauftragt und 1973 fand die Einweihung statt. Die aus Kunststoff erstellten Szenen sollen nicht einzelne Stationsbilder darstellen, sondern begreifen sich als zusammenhängend weiterführender Weg.

1975
folgte ein erneuter Ausbau der Orgel.
2003 - 2006

wurden Gebäude, Heizungsanlagen, Dach und Glockenturm saniert sowie das Altarbild restauriert. Das Altarbild stellt den Gnadenstuhl mit der Hl. Dreifaltigkeit dar, gestaltet von dem Künstler Wilhelm Keudel (1913 - 1972). Unter Gnadenstuhl versteht man die Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit (Gott-Vater, Gott-Sohn, Gott-Heiliger Geist), die seit dem 12. Jahrhundert bekannt ist. Gott-Vater thront auf einem Stuhl und weist auf seinen für die Menschen gestorbenen Sohn hin. Zwischen den beiden oder darüber schwebt der Heilige Geist in Form einer Taube.

2009

wurde das Sanatorium St. Benno-Stift geschlossen. Das St. Benno-Stift bot über 40 Jahre der kleinen katholischen Gemeinde in Bad Lauterberg Heimat. Es wurde geführt von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul.

1. September 2010

vier Kirchengemeinden fusionieren zur Katholischen Pfarrgemeinde St. Benno, Bad Lauterberg. Seit diesem Zeitpunkt ist St. Benno Pfarrkirche.

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