Die St. Petri-Kirche zu Barbis

Die Kirchenglocken von Barbis

von Friedlinde Langer

In Barbis steht die Kirche noch mitten im Dorf. Trotzdem sind die 4 Glocken nicht von jedem Haus aus zu hören.
Aber immer noch sind die Glocken ein Symbol für die Verbindung zwischen Himmel und Erde, rufen zum Gebet und erinnern an Gott, der die Seelen der Menschen über die Grenzen des Irdischen hinausführt.
Wenn die große Glocke morgens um 8:00 Uhr tönt, verkündet sie 6 Minuten lang In zwei „Schauern“, dass ein Gemeindemitglied der ev. oder kath. Kirche gestorben ist. Diese Zeit können wir uns nehmen zum Gebet und zu Gedanken an die Verstorbenen, die Trauernden und unser eigenes Ende.
Wegen der automatischen Einstellung, aber auch, um alte Traditionen zu bewahren, wird zur Zeit an der neuen Läuteordnung noch gebastelt. Das aktuelle Ergebnis erfahren Sie dann im „Petri-Boten“.
Die kleinste Glocke aus dem Mittelalter kommt vielleicht aus der Burg Scharzfels. Die beiden großen Glocken aus Bronce wurden 1968 mit Spendengeld aus unserm Dorf gekauft und gegen die Eisenglocken ausgetauscht, die jetzt vor der Kirche stehen. Diese waren ein Ersatz für die sehr alten Bronceglocken, die im 1. Weltkrieg abgegeben werden mußten. Sie durften wegen ihrer Risse nicht mehr benutzt werden.

Bis 1962 wurden die Glocken von vielen, vielen fleißigen Läutejungen von Hand geläutet. Die Uhrglocke wurde 1963 von der politischen Gemeinde gekauft, diese ist auch außen am Turm zu sehen. Die größte Glocke trägt die Inschrift „O Land, höre des Herrn Wort“, die zweite verkündigt „Christus ist unser Friede“.
Hören Sie doch mal wieder genauer hin auf unsere Glocken im Kirchturm mitten im Dorf, die stören, rufen und auch trösten.


Die größte Glocke

Die mittlere Glocke

Die kleinste Glocke (aus dem Mittelalter, wahrscheinlich aus der Burg Scharzfels)

Die zwei alten Eisenglocken die 1968
ausgetauscht wurden

Blick in den Glockenstuhl

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