Harzfelder Holz

Der Standort befindet sich unmittelbar am Rande des Auslaugungstales. Die vom Harz herabrinnenden Wässer laugten von Norden her ein harzrandparalleles Tal aus. Dieses lässt sich durch den gesamten Südharz hindurch verfolgen. Die Erläuterungstafel befindet sich noch auf dem verkarstungsfähigen Gips. Unten im Tal und auf der gegenüberliegenden Talseite gibt es keinen Gips mehr, er wurde bereits aufgelöst und hinweggeführt.

So bildete sich ein steiler Talhang des Auslaugungstales, die sogenannte Auslaugungsfront. Die Auflösung dieses stehengebliebenen Karstwalles geht aber weiter. Vom Tal her dringen Wässer in den Gips, lösen ihn auf und führen das Material fort. Dieser Vorgang macht sich an der Oberfläche durch große Senkungs- und Lösungstrichter bemerkbar. Die einzelnen Lösungstrichter (Dolinen) verknüpfen sich zu zusammenhängenden Tälern (Uvalas).

Am Rande des Waldes in nördlicher Richtung, ca. 300 m vom Standort entfernt, liegt die Ruine der Kirche des ehemaligen Dorfes Harzfeld. 1372 wird in einer Grenzbeschreibung der Ort als Hartsfeld bezeichnet. Das Dorf lag im Tal am Bach.

GPS-Koordinaten
N 51.5500° E 10.8436°
Zwischen dem Feldweg und dem Waldrand erkennen wir zahlreiche Halden und Pingen des Kupferschieferbergbaus. Hier zog sich der sogenannte "Tiefe Harzfelder Gang" entlang, dessen abbauwürdige Erze in einer Tiefe von etwa 60 m lagen. Der Lichtschacht nördlich der Kirchruine war der Fünfte dieses Ganges.

Uvalabildung im Harzfelder Holz
Einzeldolinen / Karsttäler (Uvalas)

GPS-Koordinaten
N 51.5447° E 10.8422°

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