Roßmannsbachtal

Das Roßmannsbachtal ist ein altes Karsttal, welches das Karstgebiet von Norden nach Süden durchschneidet und den Karst durchbricht. Durch die Eintiefung des nördlich gelegenen Auslaugungstales erhielt es jedoch immer weniger Wasser, der Karstwasserspiegel sank tiefer. Damit verschob sich auch das Niveau der Quelle des Roßmannsbaches immer tiefer und somit talabwärts. Der gesamte obere Teil des Roßmannsbaches fiel trocken. Der Roßmannsbach entspringt etwa 300 m südlich des Standortes (talabwärts). Wasserhärte und Sulfatgehalt belegen, dass es sich um eine typische Karstquelle handelt. Der hohe Nitratgehalt hat seine Ursache in der landwirtschaftlichen Nutzung der näheren Umgebung. Im Sommer verliert der Roßmannsbach nach wenigen Metern Lauf sein Wasser bereits wieder im verkarstungsfähigen Gips.
 

Karstwanderweg in östliche Richtung
(zur Hohnsdorfer Schlotte)
pH7,31
Gesamthärte in Grad dH92
Karbonathärte in Grad dH12
Kalzium in mg/l621
Sulfat in mg/l1 675
Chlorid in mg/l35
Nitrat in mg/l42

In der näheren Umgebung der Quelltöpfe des Roßmannsbaches befand sich in der Bronzezeit und Vorrömischen Eisenzeit eine kleine Siedlung. Weiter bachabwärts in der Nähe des Mäusetales lag die Dorfstelle Wachsbach. Auf einer alten Karte ist in der Windlücke eine "wüste Kirche" verzeichnet. Sie gehörte wahrscheinlich zum Dorf Wachsbach. 1285 wird der Ort als Waxpeche und 1288 sowie 1307 als Wachsbach bezeichnet. 1536 ist das Dorf aber schon nicht mehr bekannt.

GPS-Koordinaten
N 51.5286° E 10.8429°

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