Kalkhütte

Die Kalkhütte war um die Jahrhundertwende ein Gipssteinbruch. Im volkstümlichen Sprachgebrauch wurde der Gips als Kalk bezeichnet. Gipsbrüche und Gipsbrennöfen tauchen auf alten Flurkarten immer mit der Bezeichnung Kalk auf. Wollte man ganz exakt sein, bezeichnete man den Gips als schwefelsauren Kalk, den eigentlichen Kalk aber als kohlensauren Kalk.
Die steilen Felswände an der Wiese stellen den letzten Rest des ehemaligen Steinbruches dar. Das Gebäude wurde im Jahre 1851 als Kalkhütte errichtet. Später ist das Haus dann zu einer bekannten Ausflugsgaststätte umgebaut worden.

In der Zeit der Weltwirtschaftskrise haben die Urbacher in der Nähe der Gaststätte ein Freibad erbaut und 1931 weihte der Turnverein von Urbach vor der Kalkhütte einen Sportplatz ein. 1997 eröffnete die Knauf Deutsche Gipswerke KG das Ausflugslokal "Kalkhütte" wieder.

Für den Wanderer bestehen auch in Urbach Einkehrmöglichkeiten.

Ein ausgedehntes Netz von Karsttälern prägt und entwässert die Umgebung.

Das Wasser läuft unterirdisch in Höhlen und Spalten.

In geringem Umfange tritt dieses Karstwasser an der Kalkhütte in Form von Quellen an die Erdoberfläche.

Die Kalkhüttenquelle schüttet nur in nassen Frühjahren. Das Wasser versiegt nach kurzem Lauf erneut im Untergrund. Die Teichtalquelle (südlich des Standortes) besteht aus einer ganzen Gruppe von kleinen Einzelquellen. Im Wasser sind rund 2 g Gips pro Liter gelöst. Dieser Wert verrät, dass das unterirdische Wasser ständig neue Hohlräume schafft. Die Schüttung schwankt zwischen 0,1 und 4l/s. Eine 1990 an der Kalkhütte abgeteufte Bohrung zeigte, dass in 16 m Tiefe völlig gesättigtes Karstwasser vorhanden ist.

Lage der "Kalkhütte" im System der Karsttäler

GPS-Koordinaten
N 51.5119° E 10.9059°

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