Reesbergdoline

Die Reesbergdoline ist eine der großen des Gebietes. Der Kessel weist eine Tiefe von 22 m auf. Er liegt an der Grenze Buntsandstein Zechstein. An der Doline treten Schichtquellen aus. Das Wasser stammt aus dem Buntsandstein. Daher ist es ungesättigt und in der Lage, sehr schnell Gips aufzulösen. Das ungesättigte Wasser fließt nur wenige Meter bergab und verschwindet dann im vergipsten Hauptanhydrit. So entstand im Verlauf einiger Jahrhunderte eine tiefe Lösungsdoline.

Wasserfärbungen zeigten, dass es zwischen dem schwindenden Wasser und dem Heimensee der Heimkehle eine Verbindung geben muss. Der Heimensee der Höhle befindet sich nur 170 m von der Reesbergdoline entfernt. Das grün gefärbte Wasser des Baches konnte erst drei Wochen später im Heimensee wiedergefunden werden. Die lange Zeitdauer spricht für eine sehr langsame Fließgeschwindigkeit.

Bereits im März wird die Doline durch den sprießenden Bärlauch in einen grünen Teppich verwandelt. Weitere Frühjahrsblüher schmücken sie, bis der dichte Laubwald den weiteren Wuchs der Bodenpflanzen stark einschränkt. Im Sommer versiegen die Quellen, der Bodenwuchs vertrocknet und man kann die Aktivitäten des verschwindenden Wassers nur noch an ausgetrockneten Rinnen erahnen.

Das Prinzip der Wasserbewegung an der Reesbergdoline

GPS-Koordinaten
N 51.4976° E 10.9477°

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