Mackenrode

Mackenrode mit seinen knapp 600 Einwohnern liegt im Tal der Ichte. Funde belegen, daß hier bereits im Neolithikum Menschen gelebt haben. So wurde u. a. ein Steinbeil aus dem Junkersberghof gefunden. 979 schenkte Kaiser Otto II. sein Eigentum am Dorfe Besingen dem Erzbischof Giselhar von Magdeburg zur Gründung des Dorfes Matkkanroth. Der ehemalige Walkenrieder Mönch Nikolaus Franke war der erste evangelische Pfarrer an der St. Petri Kirche im Dorf. Da die Kirche im Laufe der Jahre immer baufälliger wurde, mußte sie 1790 abgerissen werden. Beim Neubau des Gotteshauses wurden auch Steine von der Walkenrieder Klosterkirche verwendet. Bauhistorisch interessant ist die Tatsache, daß die Kirchhofsmauer heute noch fast vollständig erhalten ist.

Bis 1871 befand sich im Ort eine Zollstation an der preußisch-hannoverschen Grenze. Bei Mackenrode erreichen wir das Ichtetal. Dieses Flüßchen verliert zwischen Nüxei und Mackenrode sein Wasser meistenteils an die unterlagernden Schotter.

Am Rande einer Wiese am Ortseingang von Mackenrode erinnert ein Gedenkstein an das Außenlager des ehemaligen KZ Mittelbau-Dora. Die hier inhaftierten Häftlinge wurden zum Bau der sogenannten Helmetalbahn eingesetzt. Im April 1945 wurde das Lager aufgelöst.

GPS-Koordinaten
N 51.5495° E 10.5447°

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