Der Mönchsee

Der Mönchsee ist einer von sechs großen Wassergefüllten Erdfälle zwischen Liebenrode und Steinsee.
Die Auslaugung lösungsfähiger Sulfatgesteine des Zechsteins erfolgte in mindestens 50m Tiefe. Bei der Größe der Erdfälle muss man annehmen, dass im Untergrund nicht nur Gips und Anhydrit ausgelaugt wurden. Wahrscheinlich wurde auch Steinsalz aufgelöst, welches im Wasser bedeutend lösungsfreundlicher als die Sulfatgesteine ist. In Bohrungen wurde das Steinsalz aber erst 5 km südlich vom Standort angetroffen. Die bei der Auflösung entstandenen Hohlräume brachen zusammen und bildeten an der Erdoberfläche Erdfälle. Diese verstürzten und verschlämmten sehr schnell. Bei hohem Frühjahrshochwasser ist der Mönchsee vier Meter tief. Er hat einen ebenen Grund ohne Ausbildung von Unregelmäßigkeiten. Das Wasser ist Niederschlagswasser, welches sich auf dem tonigen Verwitterungsprodukt des Buntsandsteins staut. Mit dem Wasser in der Tiefe haben die Erdfallseen keine Verbindung mehr.

Idealisierte geologische Situation an den wassergefüllten Erdfällen bei Liebenrode
(stark überhöhter Schnitt)

GPS-Koordinaten
N 51.5362° E 10.6417°

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