Standort Kalkstraße

Der Weg, auf dem der Wanderweg entlangführt, nennt sich Kalkstraße. Stellenweise ist er mit Anhydritsteinen gepflastert. Früher nannte man den Gips einfach Kalk, auch wenn Kalk chemisch etwas anderes ist. Bei der einheimischen Bevölkerung wird der Begriff noch heute angewandt und niemand braucht sich zu wundern, wenn er im Gespräch mit Einheimischen etwas von den Kalkbergen zu hören bekommt. Man unterschied früher zwischen kohlensaurem Kalk und schwefelsaurem Kalk. Gips ist Kalziumsulfat, CaS04 x 2H20. Kalk ist Kalziumkarbonat, CaC03.

An der Kalkstraße gab es eine Reihe von kleinen Steinbrüchen, in denen man Gips als Bindemittel und Anhydrit als Baustein brach. Auf der befestigten Straße wurde der Gips abgefahren, weshalb die Straße ihren Namen erhielt. Einige der kleinen Brüche sind noch deutlich zu sehen, wobei es sich bei den in der Landschaft sichtbaren Kratern um echte Dolinen und nicht um Abbaureste handelt.

Am Rande von Uftrungen gab es bis 1940 tätige Gipsbrüche, die heute allerdings völlig verwachsen sind. Dort wurde der Gips auch gebrannt. Die auf alten Karten eingetragenen Kalköfen sind in Wirklichkeit Gipsbrennöfen gewesen.

Übersicht über einige Uvalas an der Kalkstraße

GPS-Koordinaten
N 51.4911° E 11.0135°

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