Standort Hainrode

Der Blick vom Standort ist auf den Ort Hainrode und das große Auslaugungstal gerichtet. Die von der Südharzabdachung herabfließenden Wässer haben bei ihrem ersten Kontakt mit dem auflösungsfähigen Gipsgestein ein großes Auslaugungstal geschaffen. Bei Hainrode ist das Tal besonders weit ausgebildet. Das heute noch in das Auslaugungstal fließende Oberflächenwasser sammelt sich im Hainröder Bach. Dieser wird auf seinem Weg zum Leinetal bei Großleinungen an der nördlichen Flanke des Ankenberges im Karst verschluckt und fließt auf unbekannten Wegen unterirdisch weiter. Der breit ausladende nördliche Talhang des Hainröder Auslaugungstales besteht im wesentlichen aus Zechsteinkalk. Dieser ist nur etwa 6 m mächtig. Darunter befindet sich der Kupferschiefer, der am Waldrand zutage tritt.

Auch hier hat es in früheren Zeiten einen lebhaften Bergbau gegeben. Die vielen sichtbaren Buschgruppen stellen Halden des Hainröder Reviers dar, welches zwischen 1600 und 1800 in Betrieb war. Ein Entwässerungsstollen, der Borstenthaler Stollen, entwässerte einen Teil der östlich gelegenen Grubenanlagen. Er ist heute völlig verfallen. Der jetzige Wasseraustritt ist nicht mit dem ehemaligen Stollenmundloch identisch. Dieses ist im Gelände nicht mehr aufzufinden.

Die Kupferschieferhalden bieten mit ihrem schwermetallreichen Verwitterungsboden einigen seltenen spezialisierten Pflanzen Wachstumsgrundlage. Sie können deshalb als wertvolle Kleinbiotope angesehen werden.

Geologische Situation an der Ankenbergschwinde

1Quartär
2Buntsandstein
3Hauptanhydrit
4Grauer Salzton
5Sangerhäuser Anhydrit
6Stinkschiefer
7Werraanhydrit
8Zechsteinkalk
9Kupferschiefer
10Paläozoikum
11Auslaugungsreste

GPS-Koordinaten
N 51.4960° E 11.1679°

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