Einstieg auf den Karstwanderweg Südharz an der Schillerstraße in Osterode am Harz

GPS-Koordinaten
N 51.7222° E 10.2454°

 
Einstieg Karstwanderweg
für Wanderer, Nordic-Walker und Radfahrer
 

An dieser Stelle beginnt der Osteroder Karstrundwanderweg, der mit ca. 50 km Länge durch den ehem. Landkreis Osterode führt. Der für den Raum Osterode in zwei Tagesetappen gegliederte Weg erschließt die Schönheiten des Gips-Karstes am Südharz. Das wasserlösliche Gipsgestein hat bei Berührung mit Niederschlags-, Fluss- und Grundwasser merkwürdige Landschafts-Formen entstehen lassen. Dazu zählen Erdfälle, Dolinen, Bachschwinden, Quellen und Höhlen. Aber auch manch interessanter Steinbruch, Gesteins-Klippen und alte Burganlagen liegen am Weg. Entlang des Rundwanderweges geben Erläuterungs-Tafeln Auskunft über Geologie und Landschaft, Umwelt- und Naturschutz, Grundwasser sowie Siedlungs- und Industriegeschichte.


Streckenverlauf des Osteroder Karstrundwanderweges
 
Gipskarst im Lichtenstein
Blick auf den Beierstein
Mountainbiker im Karst
 
Weitere Informationen auf der Rückseite
Vegetation des Gipskarstes

Ein Teil des Osteroder Karstwanderweges verläuft durch Karstbuchenwälder, die sich besonders im Frühjahr mit prächtigen Bodenblühern schmücken. Ganze Flächen von Buschwindröschen und Leberblümchen bedecken den Boden. Die Dolinen und Erdfälle zeigen am Ende des Winters mit Bärlauchteppichen oftmals das erste Grün in der Landschaft und bieten durch ihr kühles und feuchtes Mikroklima seltenen Pflanzen, wie dem Hirschzungenfarn, einen Lebensraum. Unter den hohen Laubkronen wachsen am Boden viele weitere Bodenpflanzen wie: Seidelbast, Aronstab, Fliederzahnwurz, Weißwurz, Wald-Bingelkraut, Waldvögelein, Stendelwurz, Lärchensporn, Goldstern, Lungenkraut, Goldnessel, Waldmeister und Maiglöckchen.

Weißes
Waldvögelein
Breitblättriger
Stendelwurz
Hainbuchen
Bärlauchteppich
im Frühjahr
Hirschzungenfarn

An vielen Standorten des Gipskarstes, die vom Wanderweg berührt werden, breiten sich so genannte Halbtrockenrasen aus, die in früheren Jahrhunderten durch die Rodung des Waldes und durch Beweidung entstanden sind. Starke Temperaturschwankungen und Nährstoffarmut sind für diesen Lebensraum charakteristisch. Hier konnten sich über sehr lange Zeiträume wertvolle Tier- und Pflanzengemeinschaften entwickeln, die sich an diese speziellen Standortbedingungen angepasst haben.

Halbtrockenrasen benötigen jedoch eine Pflege durch Beweidung oder Bewirtschaftung mit der Sense, um so eine erneute Waldausbreitung zu verhindern. Zu den Pflanzenarten des Halbtrockenrasens zählen unter anderem: Echtes Labkraut, Zypressenwolfsmilch, Wiesenschlüssel-Blume, Skabiosen-Flockenblume, Feldthymian, Fliegen-Ragwurz, Stattliches Knabenkraut.

Feldthymian
Kaisermantel

Der Karstwanderweg kreuzt viele weitere interessante Lebensräume, wie Teiche und Feuchtgebiete oder ehemalige Steinbrüche, in denen seltene Tier- und Pflanzenarten beobachtet werden können.

 

Weitere Informationen auf der Rückseite