Sachsensteinwand

Die bereits aus der Ferne sichtbare Wand des Sachsensteins besteht aus Werraanhydrit. Obwohl in der näheren Umgebung zahlreiche Gipssteinbrüche vorhanden sind, ist diese große Wand ausschließlich natürlicher Entstehung. Die Steilwand wird ständig von der direkt an ihrem Fuß vorbeifließenden Uffe unterlaugt. Durch die Unterschneidung brechen oft Wandteile heraus, die aber durch das Wasser der Uffe wegen der im Blockschutt vergrößerten Oberfläche leichter weggelaugt und damit beseitigt werden.

Die Uffe durchbricht auf einer herzynen, d.h. Nordwest-Südost gerichteten Störungszone den Gipswall des Werraanhydrits. Bei diesem Durchbruch verliert sie im verkarstungsfähigen Untergrund viel Wasser. Dieses läuft wahrscheinlich auf einer hier kreuzenden zweiten Störungszone in das Erdfallgebiet der Höllteiche und läuft damit unterirdisch der Wieda zu.

Am Standort gibt es eine kleine Karstquelle, die die Karstwässer des Sachsensteines zutage treten läßt. Ursache ist die zweite Störungszone, deren Südflanke emporgehoben wurde. Daher staut sich das Karstwasser und tritt als Quelle aus. Die chemische Analyse des Sachsensteinwassers zeigt, das es sich um ein echtes Karstwasser handelt:
 
Temperatur 8,3 °C
pH-Wert 7,09
Leitfähigkeit 1788 mS / cm
Gesamthärte 82 °dH
Karbonathärte 14 °dH
Nichtkarbonathärte 68° dH
Kalzium 556 mg / l
Chlorid 31,9 mg / l
Sulfat 1080 mg / l
Ammonium nicht nachweisbar
Nitrat 9,2 mg / l
Nitrit 0,22 mg / l

Historische Zeichnung der Sachsensteinwand


Aus den Skizzenbüchern von Walther Reinboth sen.


 
 
Gelber Frauenschuh
(Rote Liste der von Aussterben bedrohten Pflanzenarten in Niedersachsen)

Aufgenommen in einem kleinen Massenvorkommen im Juni 2002 auf dem "Kleinen Sachsenstein". Die genaue Lage des "Kleinen Sachsensteins" kann aus verständlichen Gründen hier nicht bekannt gegeben werden.

GPS-Koordinaten
N 51.5806° E 10.5814°

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